Kai Holder, Erkenbrechtsweiler. Zum Kommentar „Schnelles Handeln erforderlich“ vom 12. Mai.
Journalismus sollte die vierte Gewalt im Staat sein, nicht die Pressestelle des Kanzleramts. Wenn Medien politische Euphemismen wie „Sondervermögen“ ungefiltert übernehmen, leisten sie keinen Beitrag zur Aufklärung, sondern betreiben unfreiwillig PR. Es ist Zeit für sprachliche Ehrlichkeit: Wo kein Guthaben existiert, gibt es auch kein Vermögen. Es handelt sich schlichtweg um Sonderschulden, die zukünftige Generationen belasten. Ein schöner Name ändert nichts an der fiskalischen Realität. Ich würde mir wünschen, dass die Redaktion wieder zu ihrer Kernaufgabe zurückfindet: Dinge beim Namen zu nennen, statt das Wording der Regierung zur Nachricht zu erheben.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...