Kai Holder, Erkenbrechtsweiler. Zum Kommentar „Schnelles Handeln erforderlich“ vom 12. Mai.
Journalismus sollte die vierte Gewalt im Staat sein, nicht die Pressestelle des Kanzleramts. Wenn Medien politische Euphemismen wie „Sondervermögen“ ungefiltert übernehmen, leisten sie keinen Beitrag zur Aufklärung, sondern betreiben unfreiwillig PR. Es ist Zeit für sprachliche Ehrlichkeit: Wo kein Guthaben existiert, gibt es auch kein Vermögen. Es handelt sich schlichtweg um Sonderschulden, die zukünftige Generationen belasten. Ein schöner Name ändert nichts an der fiskalischen Realität. Ich würde mir wünschen, dass die Redaktion wieder zu ihrer Kernaufgabe zurückfindet: Dinge beim Namen zu nennen, statt das Wording der Regierung zur Nachricht zu erheben.
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Strombilanz mit Lücken
Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Null Megawatt als ,gutes Zeichen‘“ vom 19. August.
Im Artikel wird zitiert, dass 60 Prozent des „Stroms“ in Baden-Württemberg von „Erneuerbaren“ kommen. Das stimmt, aber mit Einschränkung. Es sind 60 Prozent ...
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Kein Pakt mit Verfassungsfeinden
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Sperrig, aber mutig“ vom 22. August 2026.
Was daran mutig sein soll, mit einer Partei gemeinsame Sache zu machen, die auch in Baden-Württemberg aus gutem Grund vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer ...