Hartmut Wirsching, Beuren. Zum Artikel „Linke: Vermögenssteuer sicherte Staat Milliarden“ vom 7. Februar.
Es ist schon interessant, dass die Reaktivierung der Vermögensteuer, die seit 1997 ausgesetzt ist, laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dem Staat jährliche Mehreinnahmen von bis zu 147 Milliarden Euro ermöglichen könnte. Dies hat das Institut auf der Grundlage des Steuerkonzepts der Linken errechnet.
Das wäre ein wirklich nachvollziehbarer Ausweg aus der chronischen Finanznot des Staates. Dieses Steuerkonzept zeigt überdeutlich, dass diese zusätzlichen Einnahmen dem Bund, den Ländern und Kommunen helfen könnten, notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung, Pflege und Rente vorzunehmen. Auch das Netzwerk Steuergerechtigkeit und die Bürgerbewegung Finanzwende, in der sich Anne Brorhilker, die frühere Kölner Oberstaatsanwältin und erfolgreiche Cum-Ex-Ermittlerin, engagiert, setzen sich für mehr Steuergerechtigkeit ein.
In diesem Kontext ist es aufschlussreich, im siebten Armutsbericht der Bundesregierung vom Dezember 2025 auf Seite 60 Folgendes zu lesen: „… die Bundesregierung unterstützt die internationalen Bemühungen zur effektiven Besteuerung besonders hoher Vermögen und setzt sich für das Schließen bestehender Steuerschlupflöcher sowie für eine effektive Besteuerung von sogenannten Superreichen ein.“ Da bin ich mal gespannt, ob sich die CDU, die sich vehement gegen eine Einführung der Vermögensteuer wehrt, zusammen mit der SPD in dieser Legislaturperiode diese „effektive Besteuerung“ zustande bringt.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...