Joachim Braun, Nürtingen. Zum Artikel „Grüne streiten über Votum zu Mercosur“ vom 23. Januar.
Die Schlagzeilen über den internen Streit der Grünen zum Mercosur-Abkommen greifen zu kurz. Dass im EU-Parlament Abgeordnete der Grünen, der Linken und der AfD gemeinsam votierten, um das Abkommen rechtlich prüfen zu lassen, zeigt: Die Sorge um die Zukunft unserer Landwirtschaft ist kein Nischenthema, sondern eine existenzielle Richtungsentscheidung. Wenn 6000 Landwirte in Straßburg protestieren, tun sie das aus nackter Existenzangst. Besonders kritisch ist die Lage für unseren heimischen Obst- und Gemüsebau in Baden-Württemberg. Während unsere Betriebe im Kreis Esslingen mit immer strengeren Auflagen beim Pflanzenschutz, massiven Dokumentationspflichten und restriktiven Düngeregeln kämpfen, öffnet Mercosur die Tore für Importe, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die hierzulande längst verboten sind. Es ist eine unerträgliche Doppelmoral: Man verlangt von unseren Bauern höchste ökologische Standards, will aber gleichzeitig Billigprodukte aus Südamerika importieren, bei denen der Einsatz von hierzulande kritischen Pestiziden oft Standard ist. Wer regionale Äpfel, Beeren und Gemüse schätzt, darf die heimischen Erzeuger nicht durch einen solch unfairen Wettbewerb in den Ruin treiben. Ein Abkommen, das unsere hohen Standards unterwandert, um industrielle Exportinteressen zu bedienen, ist schlichtweg gescheitert. Faire Spielregeln müssen für alle gelten – egal, woher die Ware kommt.
Leserbriefe | 13.07.2026 - 05:00
Ein Land als Selbstbedienungsladen?
Ansgar Lottermann, Wendlingen. Zum Leserbrief „Gedanken in der Notaufnahme“ vom 1. Juli.
In dem Leserbrief ist ein kleiner, aber nicht unbedeutender Fehler enthalten: Die im Land neu geschaffenen 60 Stellen gehen nicht auf das Konto von CDU und SPD, ...
Leserbriefe | 13.07.2026 - 05:00
Turnhalle statt großen alten Bäumen?
Hans-Martin Waldner, NT-Neckarhausen.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren kürzlich beim Weizenbierfest Gäste des Musikvereins Neckarhausen auf der Baumwiese neben der Beutwanghalle. Im Schatten der Bäume konnte unsere Dorfgemeinschaft bei ...