Jürgen Kull, Frickenhausen.
Ursprünglich hatte Israel als Kriegsziele die Zerstörung des Atomprogramms und der Raketenbasen des Iran und unter Umständen einen Regimewechsel angegeben. Doch es bombardiert auch Atom- und sonstige Energieanlagen, Raffinerien und Ölanlagen mit dem Ziel, so viel an Infrastruktur zu zerstören, wie nur irgend möglich. Dass dabei auch das Weltkulturerbe in Mitleidenschaft gezogen wird – egal, Kollateralschaden. In Isfahan wurden die alte Freitagsmoschee und die Palastanlage Chehel Sotun schwer beschädigt.
Im Libanon kommt es aufgrund schwerer Zerstörungen zu einer humanitären Katastrophe. Im Schatten der Ereignisse eskaliert die Siedlergewalt im Westjordanland mit immer mehr Toten auf palästinensischer Seite.
In westlichen Medien sind das Randnotizen, wenn überhaupt. Die Bundesregierung lobt die „Drecksarbeit“, die Israel und die USA für uns übernehmen, und rechtfertigt diesen unrechtmäßigen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit dem Begriff der „Staatsräson“ und stellt sich dabei auf die Seite des israelischen Aggressors.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...