Kai Holder, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Kirche wird politischer – und wichtige Stimme in Krisenzeiten“ vom 16. Mai.
Die Kirche macht offenbar genau denselben Fehler noch einmal: Sie biedert sich dem aktuellen politischen Mainstream an, statt ein zeitloser moralischer Fels zu sein. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wohin dieser Opportunismus führt: In der NS-Zeit stand die Amtskirche durch Anpassung und das Paktieren mit den Mächtigen auf der völlig falschen Seite. Heute erleben wir ein bitteres Déjà-vu. Anstatt den Menschen in der Krise echten spirituellen Halt zu geben, mutiert die Kirche zum lautstarken Sprachrohr des politischen Establishments und betreibt billige Parteipolitik. Wer sich damals wie heute so rückgratlos vor den Karren der herrschenden Meinung spannen lässt, verspielt jede Glaubwürdigkeit. Manche Institutionen lernen eben nie, dass blinder Konformismus der falsche Weg ist.
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Endlich in die Gänge kommen
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Was ist das für eine Regierung, die selbst keine Beschlüsse zustande bringt? Es wird Tag und Nacht zusammen gesessen und dann ...
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Ein schlechter Scherz
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Spahn verlässt Haushaltsausschuss“ vom 30. September.
Wenn die CDU über den Arbeitsmarkt debattiert, klingt das gewöhnlich so: Die Work-Life-Balance sei eine Fehlentwicklung, Teilzeit ein bequemer „Lifestyle“ und ...