Kai Holder, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Kirche wird politischer – und wichtige Stimme in Krisenzeiten“ vom 16. Mai.
Die Kirche macht offenbar genau denselben Fehler noch einmal: Sie biedert sich dem aktuellen politischen Mainstream an, statt ein zeitloser moralischer Fels zu sein. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wohin dieser Opportunismus führt: In der NS-Zeit stand die Amtskirche durch Anpassung und das Paktieren mit den Mächtigen auf der völlig falschen Seite. Heute erleben wir ein bitteres Déjà-vu. Anstatt den Menschen in der Krise echten spirituellen Halt zu geben, mutiert die Kirche zum lautstarken Sprachrohr des politischen Establishments und betreibt billige Parteipolitik. Wer sich damals wie heute so rückgratlos vor den Karren der herrschenden Meinung spannen lässt, verspielt jede Glaubwürdigkeit. Manche Institutionen lernen eben nie, dass blinder Konformismus der falsche Weg ist.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...