Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Medlas Spätstart fordert das Rathaus“ vom 4. Juli.
Es hat also gegrummelt. Nicht nur im Gemeinderat. Auch in der Verwaltung. Und der OB Fridrich hat zu „unterschiedlichen“ Kaffeekränzchen gebeten, vermutlich nach Fakultäten getrennt. Ein erfahrener Grummelflüsterer also. Und die Kuchen seiner Ehefrau haben mitgeholfen, die Grummelei zu besänftigen. Ein Mordsaufwand, um eine Bürgermeisterwahl in trockene Tücher zu kriegen, weil der Gewählte erst ein Jahr nach der Wahl seinen Dienst antreten will. Alles werde gut, wird versichert, und man sei ja schon „im Austausch“. Natürlich „intensiv“, wie immer. Wenn aber trotz einjähriger Vakanz im Rathaus auch ohne Ersten Bürgermeister „was läuft“ und offenbar kein Stillstand herrscht, muss die Frage erlaubt sein, ob diese Stelle nicht eingespart und das anfallende Geschäft von den diversen Ämtern erledigt werden kann. Das spart enorm viel Geld. Die Freude jedenfalls ist riesengroß, wie das zugehörige Pressefoto zeigt: synchrones Lachen des Tandems Fridrich-Medla. Eine Realsatire als fotografisches Gesamtkunstwerk: Zwischen den beiden bubenhaften Strahlemännern sieht man Mäusle und Häsle im bewusst naiv gestalteten Comicbild von Nürtingens Schauseite, samt einem Glücksdrachen, einem flatternden Vögelein und einer doppelgesichtigen Sonne.
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Endlich in die Gänge kommen
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Was ist das für eine Regierung, die selbst keine Beschlüsse zustande bringt? Es wird Tag und Nacht zusammen gesessen und dann ...
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Ein schlechter Scherz
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Spahn verlässt Haushaltsausschuss“ vom 30. September.
Wenn die CDU über den Arbeitsmarkt debattiert, klingt das gewöhnlich so: Die Work-Life-Balance sei eine Fehlentwicklung, Teilzeit ein bequemer „Lifestyle“ und ...