Kai-Joachim Grebe, Wolfschlugen.
Der Zustand der K 1222 – der Straßenverbindung zwischen Wolfschlugen und Grötzingen – ist seit Jahren immer wieder wegen ihres katastrophalen Schlagloch- und Bankettzustands Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Niemand kann daher behaupten, man habe davon nichts gewusst. Dieser Straßenzustand stellt eine erhebliche Gefahr dar.
Wer kennt nicht jemanden im Bekanntenkreis, der bereits betroffen war und vom Verantwortlichen für die Straße keine Entschädigung zu erwarten hat? Denn die Pflichtverletzung muss vom Geschädigten gegenüber der Behörde und deren Rechtsvertretern nachgewiesen werden – man stelle sich vor, eine Privatperson müsste sich in vergleichbarer Weise rechtfertigen.
Völlig unverständlich ist zudem, dass für diese seit Jahren bekannte Gefahrenstrecke keinerlei Warnhinweise, etwa in Form von Beschilderung, angebracht sind. Eigentlich müsste hier längst der Klageweg beschritten werden.
Zur Abschätzung der bisherigen Schadenshöhe würde eine Nachfrage bei den umliegenden Autohäusern sowie Rad- und Reifenwerkstätten ausreichen. Allein bei Wolfschlugener Betrieben dürfte sich der Schaden bereits im fünfstelligen Euro-Bereich bewegen. Offenbar existiert zu diesem Thema sogar eine Facebook-Gruppe in Wolfschlugen – man müsste nur hinhören und aktiv werden.
Die Untätigkeit der zuständigen Behörden – dazu zählen neben dem Straßenbaulastträger auch die betroffenen Gemeinden –, diese Situation seit Jahren nicht in den Griff zu bekommen, ist für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr nachvollziehbar, geschweige denn akzeptabel. Kein Wunder also, dass im Internet vermehrt Beiträge mit Titeln wie „So kaputt ist Deutschland“ auftauchen. Da liegt es nahe, dass sich insbesondere alleingelassene Betroffene bei nächster Gelegenheit von Behörden und politischen Vertretern abwenden.
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