Leserbriefe

Ist der 1. Mai nicht wichtig genug?

Erhard Hummel, Nürtingen.

In meiner vielleicht zu naiven Vorstellung war ich immer der Meinung, dass die von uns Bürgern finanzierten öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten eingerichtet wurden, um objektive Information zur Festigung und Erhaltung demokratischer Einstellungen zu gewährleisten. Mit großer Verwunderung habe ich am 1. Mai zur Kenntnis genommen, dass die ARD die Berichterstattung zum Anlass des Feiertages auf einen Sendeplatz um 23.35 Uhr gelegt hat. Zur Hauptsendezeit werden die Zuschauer mit einem Familienfilm erfreut, anschließend läuft ein Drama. Für jeden erweiterten Schneefall gibt es um 20.15 Uhr einen „Brennpunkt“. Der 1. Mai scheint dafür offensichtlich eher nicht wichtig genug zu sein. Mit wenig Hoffnung auf eine kritische Reflexion der Verantwortlichen verfasse ich diese Zeilen.

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