Doris Bäuchle-Schulz, Dettingen. Zum Artikel „Anker und Schultüte für Matthias Ruckh“ vom 6. Mai.
Beim Grußwort zur Vereidigung von Bürgermeister Ruckh in Wolfschlugen teilte Dettingens amtierender Bürgermeister Rainer Haußmann die Bürger in drei Gruppen ein: „Hobbits“, die angeblich nur bis zum eigenen Gartenzaun denken, „Hooligans“, die sogar rabiat würden, und „Vulkanier“, die angeblich den klaren Blick für die Realität hätten und anpackten.
Dabei stellt sich schon die Frage, wie ein Bürgermeister – gewählt mit gerade einmal 38 Prozent – seine Bürger derart abwertend kategorisieren kann. Gerade Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, Projekte zu hinterfragen, Pläne einzusehen und kritische Fragen zu stellen, auch wenn diese für einen Bürgermeister unbequem sein mögen. Dafür ist ein Bürgermeister schließlich gewählt und wird aus Steuergeldern bezahlt.
Gut, dass es in einer Demokratie noch Instrumente wie den Bürgerentscheid gibt. Eine Entschuldigung von Rainer Haußmann wäre jedenfalls angebracht.
Oder gilt am Ende doch der schwäbische Spruch: „Herr, schmeiß Hirn ra – aber net bloß in a bestimmts Zimmer.“
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...