Doris Bäuchle-Schulz, Dettingen. Zum Artikel „Anker und Schultüte für Matthias Ruckh“ vom 6. Mai.
Beim Grußwort zur Vereidigung von Bürgermeister Ruckh in Wolfschlugen teilte Dettingens amtierender Bürgermeister Rainer Haußmann die Bürger in drei Gruppen ein: „Hobbits“, die angeblich nur bis zum eigenen Gartenzaun denken, „Hooligans“, die sogar rabiat würden, und „Vulkanier“, die angeblich den klaren Blick für die Realität hätten und anpackten.
Dabei stellt sich schon die Frage, wie ein Bürgermeister – gewählt mit gerade einmal 38 Prozent – seine Bürger derart abwertend kategorisieren kann. Gerade Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, Projekte zu hinterfragen, Pläne einzusehen und kritische Fragen zu stellen, auch wenn diese für einen Bürgermeister unbequem sein mögen. Dafür ist ein Bürgermeister schließlich gewählt und wird aus Steuergeldern bezahlt.
Gut, dass es in einer Demokratie noch Instrumente wie den Bürgerentscheid gibt. Eine Entschuldigung von Rainer Haußmann wäre jedenfalls angebracht.
Oder gilt am Ende doch der schwäbische Spruch: „Herr, schmeiß Hirn ra – aber net bloß in a bestimmts Zimmer.“
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Endlich in die Gänge kommen
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Was ist das für eine Regierung, die selbst keine Beschlüsse zustande bringt? Es wird Tag und Nacht zusammen gesessen und dann ...
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Ein schlechter Scherz
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Spahn verlässt Haushaltsausschuss“ vom 30. September.
Wenn die CDU über den Arbeitsmarkt debattiert, klingt das gewöhnlich so: Die Work-Life-Balance sei eine Fehlentwicklung, Teilzeit ein bequemer „Lifestyle“ und ...