Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Stuttgart 21 geht nicht vor 2029 in Betrieb“ vom 27. Februar.
Ich möchte nicht nur mein Missfallen äußern, sondern vielleicht auch eine Chance aufzeichnen, wie die Zeit bis zur Eröffnung von S21 sinnvoll und bürgerfreundlich überbrückt werden könnte. „Think positive“ heißt es doch immer. Bereits der RE 200 von Wendlingen nach Ulm, eingeführt als Provisorium, hat sich ja zu einem wahren Erfolgsmodell entwickelt, bei dem es schwerfällt, zukünftig darauf zu verzichten. Wie wäre es in der Übergangsphase von sicher mehreren Jahren, einen „RE 300“ vom Flughafen/Messe bis Tübingen mit Halt an jedem Bahnhof im Pendelbetrieb zu betreiben? Ich bin sicher, dass das auch ein Erfolgsmodell wäre.
Rein technisch hätte das den Vorteil, dass die Schienen nicht verrosten und die Migration von Fledermäusen in die Wendlinger Tunnel auch begrenzt bliebe, bis die geplante Lösung startet. In diesem Zusammenhang komme ich immer ins Trauern darüber, dass der ursprünglich vorgesehene Wendlinger Turmbahnhof am Knoten der beiden Hauptstrecken S–Ulm/Plo-Tü gestrichen wurde. Immer deutlicher, auch durch die notwendigen Zwischenlösungen, wird, welche Chance für Flexibilität da in den Sand gesetzt wurde und wie viel Murks-Lösungen für die Filder-Anbindung von Wendlingen zwischenzeitlich erfolglos diskutiert werden mussten. Das macht oft den Unterschied zwischen Technik und Politik. Es gibt ein stark aufstrebendes Land, das sehr auf die Technik hört.
Leserbriefe | 05.03.2026 - 05:00
Kein Platz für rechte Parolen
Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Betriebsratswahlen: DGB will Rechte abwehren“ vom 3. März.
Ich war 38 Jahre Mitglied des Betriebsrats und über 30 Jahre Schwerbehindertenvertreter. In dieser Zeit habe ich viele Veränderungen erlebt: technische ...