Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Spahn verlässt Haushaltsausschuss“ vom 30. September.
Wenn die CDU über den Arbeitsmarkt debattiert, klingt das gewöhnlich so: Die Work-Life-Balance sei eine Fehlentwicklung, Teilzeit ein bequemer „Lifestyle“ und selbst Alleinerziehende könnten doch schließlich mehr arbeiten. Bürgerinnen und Bürgern wird ungeniert mangelnder Fleiß vorgeworfen. Und wie geht ein führender CDU-Politiker selbst mit seiner Arbeitsmoral um? Jens Spahn schwänzt eine wichtige Sitzung des Haushaltsausschusses, schiebt die Erkrankung seines Kindes vor und lässt sich stattdessen im Urlaub ablichten. Eine Dreistigkeit, die in der freien Wirtschaft eine glasklare Bettkantenentscheidung gewesen wäre – mit fristloser Kündigung als logischer Konsequenz. Nicht so im Politikbetrieb: Herr Spahn gibt lediglich seinen Ausschusssitz ab und inszeniert dies als Einsicht. In Wahrheit ist es ein schlechter Scherz. Er behält sein Bundestagsmandat und bezieht ungerührt weiter sein volles Gehalt sowie die üppige, steuerfreie Kostenpauschale. Finanziert von jenen Steuerzahlern und Alleinerziehenden, denen seine Partei regelmäßig Fleißpredigten hält. Wer der Bevölkerung ständig mehr Leistung abverlangt, selbst aber bei vollem Gehalt und steuerfreien Pauschalen nach eigenen Regeln lebt, zeigt eine beispiellose Doppelmoral und verliert jede Glaubwürdigkeit.
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Endlich in die Gänge kommen
Eberhard Schmid, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Große Pflegereform vertagt: Mehr Beiträge für Kinderlose“ vom 1. Oktober.
Was ist das für eine Regierung, die selbst keine Beschlüsse zustande bringt? Es wird Tag und Nacht zusammen gesessen und dann ...
Leserbriefe | 10.10.2026 - 05:00
Namenssuche für Freifläche vor „Belsers Hotel“
Fritz Eisele, Nürtingen. Zum Artikel „Spatenstich für eine neue Perle am Nürtinger Neckarufer“ vom 29.September.
Hocherfreut haben wir, die Bürgerinitiative „Westlicher Neckar“, den Artikel gelesen. Mit dem Start des letzten Bauabschnitts, der ...