Ingrid Jarosch, Nürtingen. Zum Artikel „Streit um Bahnstadt-Erschließung“ vom 22. Juni.
Beeindruckend zeigt sich auf dem Foto zum Artikel „Streit um Bahnstadt-Erschließung“, wie viel Grün entlang der Bahnlinie gewachsen ist. Es gleicht einem Park, ist grüne Lunge und Lebensraum für Vögel, Insekten, andere Tiere und, nicht zuletzt, auch für die Menschen.
Laut Johannes Martin vom Tiefbauamt werden 45 Bäume geopfert für die bahnparallele Trasse, ein Bauwerk mit zwölf Metern Breite und bis zu drei Meter hoch auf Betonmauern.
Aber auch für die Verlegung der Rümelinstraße, für die Fahrradrampe zum Saubachtunnel, für das Parkhaus, für die Sporthalle und für das neue Wohngebiet selbst werden Büsche und Bäume weichen müssen. Von den gezählten 150 Bäumen, die 30 Jahre Wachstum brauchen, wird nicht viel übrig bleiben. Die Stadt Nürtingen möchte zu Recht möglichst schnell klimaneutral werden. Aber es geht in der Energiewende nicht nur darum, erneuerbare Energien einzusetzen, sondern auch darum Natur zu erhalten, um Städte kühl zu halten und CO2 zu binden.
Wer von den Entscheidern würde denn gerne in einer neuen Bahnstadt, heiß, laut und mit schlechter Luft, leben? Ich jedenfalls möchte das nicht müssen.
Ein Vorzeigeprojekt zur IBA ’27 sollte mehr bieten.
Leserbriefe | 18.09.2026 - 05:00
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Leserbriefe | 18.09.2026 - 05:00
Schöne Freibadsaison in Nürtingen
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