Joachim Braun, Nürtingen. Zum Leitartikel „Die Profiteure der Krise“ vom 25. April.
Der Leitartikel von Armin Käfer lässt die nötige politische Weitsicht vermissen. Die AfD pauschal mit der NSDAP von 1932 zu vergleichen, ist nicht nur historisch schief, sondern verkennt die Realität der Bürger. Für viele ist diese Partei schlicht das notwendige Überdruckventil in einer Gesellschaft, in der die regierenden Parteien den Druck im Kessel stetig erhöhen.
Würde man dieses Ventil durch Verbote oder die undemokratische „Brandmauer“ schließen, riskierte man eine soziale Explosion, die bis hin zu öffentlichen Unruhen führen könnte. Dass die CDU unter Friedrich Merz – für mich eher ein profilschwacher BlackRock-Gehilfe als ein mutiger Staatsmann – an dieser Ausgrenzung festhält und zulässt, dass die SPD maßgeblich die Richtung vorgibt, beschleunigt den Niedergang Deutschlands nur.
Während Herr Käfer die Schuld bei Putin oder Trump sucht, liegen die Probleme im Land: Wir brauchen eine sofortige Rückkehr zur Kernenergie, um den Industriestandort zu retten. Stattdessen belasten uns ideologische Steuern und die CO₂‑Abgabe, die das „Lebensgas“ der Pflanzen (das diese für ihr Wachstum aus der Luft holen) zur teuren Sünde erklärt. Wer unsere Regierung hat, braucht wahrlich keine Feinde mehr. Es wird Zeit, dass man den Wählerwillen ernst nimmt und die demokratischen Forderungen nach Schweizer Vorbild nicht länger als Bedrohung, sondern als Chance begreift.
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Fortführung alter Traditionen um jeden Preis?
Barbara König, Nürtingen. Zum Artikel „Rund um Nürtingen gibt es wieder Sonnwendfeiern“ vom 17. Juni.
Manchmal frage ich mich, ob die Veranstalter, zum Beispiel des Sonnwendfeuers auf dem Jusi, begriffen haben, dass unser Planet mitten in der ...
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Es geht um mehr als einen Kindergarten
Uwe Jirikowsky, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Aus für Campus Weiherbach“ vom 11. Juni.
Die Entscheidung des Gemeinderats, den Campus Weiherbach zu stoppen, verdient Respekt. Nicht weil Aichtal keine zusätzlichen Betreuungsplätze braucht, sondern ...