Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Leserbrief „Halbwahrheiten der Bürgerinitiative“ vom 22. September. Sowohl sein Verhalten in Nürtingen als auch der Leserbrief des Gastronomen Neveling stehen in glattem Widerspruch zu dem, was er Anfang Juli in Reutlingen geäußert hat, und wie er dort agiert. In Nürtingen hat man zum Bedarf an Hotelbetten von der Stadtverwaltung nie etwas anderes gehört als Behauptungen. Die hiesigen Hotelbetreiber nennen eine überprüfbare Auslastung des Angebots von 44 Prozent. In Reutlingen aber, wo bei der Stadthalle ein neues Hotel entstehen soll, vermisst Neveling eine „redliche und ordentliche Bedarfsanalyse“. Und im selben Interview bezeichnet er das Reutlinger Vorhaben als eine „Bedrohung der Existenz für alle, insbesondere der kleineren Einrichtungen“. Damit meint er, anders als in Nürtingen, sich selbst.
Was ihm in seiner Heimatstadt ein Dorn im Auge ist, das ficht Herrn Neveling in meiner Heimatstadt nicht an. Hier am Neckar gibt er sich als Wohltäter, der dem „ungepflegten Neckarufer“ ein Facelifting verpassen will. Und mokiert sich über Tausende unbelehrbarer Nürtinger, die seinen Hotelklotz an dieser Stelle ablehnen. Unter der Achalm jedoch beklagt er fehlende Informationen und Existenzangst. Seine Positionen drehen sich wie ein Wetterhahn, je nachdem, von welchem Kirchturm er blickt.
Viel zu lange haben Stadträte gute Miene zu diesem Spiel gemacht, in dem die Verwaltungsspitze auch noch Regie führt. Ein trauriges Kapitel in der jüngeren Geschichte unserer Stadt.
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Fortführung alter Traditionen um jeden Preis?
Barbara König, Nürtingen. Zum Artikel „Rund um Nürtingen gibt es wieder Sonnwendfeiern“ vom 17. Juni.
Manchmal frage ich mich, ob die Veranstalter, zum Beispiel des Sonnwendfeuers auf dem Jusi, begriffen haben, dass unser Planet mitten in der ...
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Es geht um mehr als einen Kindergarten
Uwe Jirikowsky, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Aus für Campus Weiherbach“ vom 11. Juni.
Die Entscheidung des Gemeinderats, den Campus Weiherbach zu stoppen, verdient Respekt. Nicht weil Aichtal keine zusätzlichen Betreuungsplätze braucht, sondern ...