Dorothea Röcker, Nürtingen. Zum Artikel „Für großzügige Freiräume am Neckar“, vom 19. Januar. Zitat: „. . . erstens frage ich mich immer wieder, wer „die Bürger“ sind . . .“. Diesen Satz kann man auf zwei Arten lesen. Entweder als abfällige Bemerkung oder als echte Frage. Ich versuche hier, sie ein Stück weit zu beantworten. Die Bürger von Nürtingen sind circa 40 000 Personen, von denen circa 30 000 wahlberechtigt sind. Für viele von ihnen ist Nürtingen Heimatstadt, die sie auch für ihre Kinder und Enkel lebenswert erhalten wollen. Dazu gehört unbedingt ein breiter Uferstreifen am Neckar, der nicht an Investoren verkauft werden darf.
Nicht wenige Menschen engagieren sich ehrenamtlich für ihre Stadt und ihre Mitbürger. Es gibt auch Bürger, die sich einen Biergarten am Neckar wünschen, der allerdings erst nach dem Bau des Hotels in Form eines Kiosks, Toiletten, sonnenbeschienenen Sitzstufen, einer Hotelterrasse und unter noch nicht gepflanzten Bäumen eingerichtet werden soll. Es gibt auch Bürger, die zur Informationsveranstaltung am 19. Juni 2017 in die Glashalle gekommen sind, und die immer noch auf die versprochene weitere Info gewartet haben. Stattdessen wurden sie mit einem nichtöffentlichen Beschluss des Gemeinderates zum Verkauf des Grundstücks vor vollendete Tatsachen gestellt.
Bei einer ehrlichen und ernsthaften Bürgerbeteiligung hätte OB Heirich sicher die Gelegenheit gehabt, seine Bürger kennenzulernen und müsste sich nach 14 Amtsjahren nicht mehr fragen, wer „die Bürger“ sind.
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Fortführung alter Traditionen um jeden Preis?
Barbara König, Nürtingen. Zum Artikel „Rund um Nürtingen gibt es wieder Sonnwendfeiern“ vom 17. Juni.
Manchmal frage ich mich, ob die Veranstalter, zum Beispiel des Sonnwendfeuers auf dem Jusi, begriffen haben, dass unser Planet mitten in der ...
Leserbriefe | 20.06.2026 - 05:00
Es geht um mehr als einen Kindergarten
Uwe Jirikowsky, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Aus für Campus Weiherbach“ vom 11. Juni.
Die Entscheidung des Gemeinderats, den Campus Weiherbach zu stoppen, verdient Respekt. Nicht weil Aichtal keine zusätzlichen Betreuungsplätze braucht, sondern ...