Kai Hansen, Nürtingen. Zum Leserbrief „Die Strategie der Ausgrenzung“ vom 22. Mai.
Die Frage von Herrn Kromer, ob es auch nüchterne und überzeugende Demokraten gibt, die schlüssig erklären können, welche Strategie hinter diesem Kurs steckt und was eigentlich erreicht werden soll, trifft einen Kern demokratischer Grundhaltung: Wovon lässt sich ein Überzeugter, Frustrierter oder Verunsicherter denn tatsächlich überzeugen? Die Merkeljahre waren nicht links, vielmehr hat man anstehende Reformen und Innovationen zugunsten eines trügerischen Shareholder-Gewinns der nächsten Regierung vererbt. China lässt grüßen. Wen soll es denn überzeugen, wenn das nun wieder mit überkommenen Methoden, Reformangst und Reformverweigerung repariert werden soll? Ob Gaskraftwerke, Technologieoffenheit oder das Erschweren von Einwanderung die nötige Erneuerung bringen oder doch nur wieder potemkinsche Kulissenmalerei bedeuten?
Manche überzeugt es, wenn auf einem toten Gaul jemand mit tollen Sprüchen in die Arena reitet. Doch wie weit trägt das? Eine Demokratie, in der jede und jeder nur sinnlos sich selbst folgt und glaubt, geht zugrunde. Sinn macht nur, was dem Ganzen dient. Und das Ganze ist nun einmal global und lokal zusammenzudenken. Demokratie ist überzeugend, wenn Hand und Fuß, Kopf und Herz gesund zusammenwirken.
Die Wirtschaftsversprechen und -methoden des 20. Jahrhunderts müssen sich kritischen Fragen stellen. Die KI wird uns nicht retten. Vertrauen und Miteinander schon eher.
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Bunker statt Blindflug
Sibylle Heller-Scheufele. Zum Artikel „Das Munitionsdepot ist halb mit Erde bedeckt“ vom 19. Mai.
Ich bin doch ein wenig verwundert, warum man in diesen unsicheren Zeiten vorhandene Bunker für viel Geld unter Erdaushub vergräbt. Gleichzeitig gibt es ...
Leserbriefe | 30.05.2026 - 05:00
Staatsräson darf kein Schweigen bedeuten
Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Rechte Regierung schürt rechte Gewalt“ vom 22. Mai.
Vielen Dank für diesen Beitrag! Vorab: Die immer wieder aufgeführte „Staatsräson“ verstehe ich so, dass der Staat Israel mit seinen mehrheitlichen ...