Kurt Schneider, Unterensingen. Zum Artikel „Grüne holen in Umfragen vor der Landtagswahl deutlich auf“ vom 28. Februar.
Ich bin fassungslos, man nimmt die stärkste Industrie Europas und erklärt ihr Geschäftsmodell für unerwünscht. Man erhöht Energiepreise und verschärft Auflagen, man produziert Bürokratie schneller als Autos. Man sagt Transformation, während Werke schließen. Man sagt Fortschritt, während Investitionen ins Ausland gehen. Baden-Württemberg war das Land der Ingenieure, der Weltmarktführer der Hidden Champions. Heute diskutieren wir, wie man Industrielle moralisch neu erzieht. Der Mittelstand kämpft ums Überleben. Die Autoindustrie steht unter Dauerbeschuss und in den Schulen sinkt das Leistungsniveau. Hinzu kommen hohe Immobilienpreise, steigende Lebenshaltungskosten und stetig wachsende soziale Spannungen in Ballungsräumen. Man kann ein Erfolgsmodell durchaus modernisieren oder man kann es politisch ruinieren. Exakt das haben in erster Linie die Grünen und die CDU zu verantworten. Glaubt man der aktuellen Umfrage von Infratest, so wollen bei der am 8. März anstehenden Wahl dennoch 27 Prozent der Baden-Württemberger die Grünen und 28 Prozent die CDU wählen. Wird am Ende tatsächlich der Grüne Cem Özdemir neuer Ministerpräsident? Man sagt zwar, jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient, doch Gleichgültigkeit und Schweigen sind ein paar Tage vor der Wahl völlig unangebracht. Sollte am Ende das Ergebnis tatsächlich wie die Prognose sein, kann es nur heißen: gute Nacht Baden-Württemberg.
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Strombilanz mit Lücken
Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Null Megawatt als ,gutes Zeichen‘“ vom 19. August.
Im Artikel wird zitiert, dass 60 Prozent des „Stroms“ in Baden-Württemberg von „Erneuerbaren“ kommen. Das stimmt, aber mit Einschränkung. Es sind 60 Prozent ...
Leserbriefe | 26.08.2026 - 05:00
Kein Pakt mit Verfassungsfeinden
Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Leserbrief „Sperrig, aber mutig“ vom 22. August 2026.
Was daran mutig sein soll, mit einer Partei gemeinsame Sache zu machen, die auch in Baden-Württemberg aus gutem Grund vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer ...