Harald Mayer, NT-Raidwangen. Zum Leserbrief „Druck vom Kessel nehmen?“ vom 7. Mai.
Der Leserbriefschreiber Herr Braun möchte die Probleme im Land lösen und meint: „Wir brauchen eine sofortige Rückkehr zur Kernenergie, um den Industriestandort zu retten.“ Wie das mit einer Energieform gelingen soll, die die höchsten Stromgestehungskosten verursacht, ist mir allerdings schleierhaft. Stromgestehungskosten umfassen sämtliche Kosten über die gesamte Lebensdauer einer Anlage. Nach Berechnungen des Fraunhofer-Instituts ergeben sich folgende Werte:
Photovoltaik: 4,1 bis 14,4 Cent pro Kilowattstunde; Windenergie: 4,3 bis 10,3 Cent pro Kilowattstunde; Biogas: 20,2 bis 32,5 Cent pro Kilowattstunde; Kohle: 15 bis 35 Cent pro Kilowattstunde; Kernkraft: 13,6 bis 49 Cent pro Kilowattstunde.
Sonnen- und Windenergie sind damit mit Abstand die günstigsten Energiequellen und bieten darüber hinaus weitere Vorteile. Weder Trump noch Putin können verhindern, dass die Sonne scheint und der Wind weht. Beide Energiequellen sind unerschöpflich. Außerdem erfolgt ihre Stromerzeugung CO₂-frei, ist also klimafreundlich, schafft Arbeitsplätze im eigenen Land und sorgt für stabilere Strompreise, da keine Brennstoffkosten anfallen – die Sonne schickt schließlich keine Rechnung.
Ein Super-Gau wie in Tschernobyl ist bei erneuerbaren Energien ebenfalls ausgeschlossen. Hinzu kommt das ungelöste Problem des Atommülls: Bis heute ist unklar, wo dieser dauerhaft sicher gelagert werden kann und welche Milliardenkosten dadurch noch entstehen werden.
Natürlich haben auch Wind- und Solarenergie ein Problem: die sogenannte „Dunkelflaute“, also Zeiten mit wenig Wind und ohne Sonnenschein. In solchen Fällen hilft jedoch ein Mix aus wasserstofffähigen Gaskraftwerken, flexiblen Biogasanlagen, Batteriespeichern und Strom aus dem europäischen Verbundnetz.
Eines ist jedenfalls sicher: Eine Energieversorgung ohne Kernkraft ist möglich – und sie ist zugleich umweltfreundlicher und günstiger. Deshalb gilt für mich weiterhin: „Kernenergie? „Nein, danke!“
Leserbriefe | 04.07.2026 - 05:00
Dank an die Senioren
Gerhard Wenger, Nürtingen.
Ein herzliches Dankeschön allen Verantwortlichen und Mitwirkenden beim diesjährigen Seniorennachmittag am Maientag. Wieder einmal hat die „Jugend von früher“ gezeigt, wie energievoll und lustig man bei gutem Kuchen und ...
Leserbriefe | 04.07.2026 - 05:00
Mit gutem Beispiel vorangehen
Klaus Weiss, Nürtingen. Zum Artikel „Auch in Nürtingen wird das Wasser knapp“ vom 26. Juni.
Bürger sollen Wasser sparen. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn die öffentliche Hand dabei mit gutem Beispiel voranginge.
Gestern habe ich an zwei Sportplätzen ...