Leserbriefe

Beunruhigende Versammlung

Nika Okon, Nürtingen. Zum Artikel „Verwirrung um rechtes Treffen im Waldheim“ vom 19. September.

Ich habe vom Schwabenkongress erfahren und finde das nicht gut. Der Schwabenkongress oder die, die dahinterstehen, sind demokratiefeindliche, menschenverachtende Rechtsextreme. Nürtingen ist und bleibt bunt – das passt nicht zusammen.

Sie traten in Baden-Württemberg unter dem Namen „Reconquista 21“ (R21) auf und nennen sich inzwischen wieder „Identitäre Bewegung Schwaben“. Eine rechtsextreme, identitäre Gruppierung, die vor allem in Baden-Württemberg aktiv ist und vom Landesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistische Gruppierung beobachtet wird. Sie versuchen vor allem, Jugendliche auf ihre Seite zu ziehen – mit angeblich coolen Aktionen wie Wandern oder Kampfsport. Darüber sollte noch stärker informiert werden.

Vertreter der Identitären Bewegung fordern offensiv eine sogenannte „Remigration“. Damit meinen sie die massenhafte, teils erzwungene Rückführung oder Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund.

Obwohl die Bewegung zahlenmäßig klein ist, verfügt sie über ein breites Netzwerk, das bis in die Parlamente reicht. Es bestehen dokumentierte personelle und ideologische Verflechtungen zu Teilen der Partei AfD. Die Bewegung definiert sich nicht über gemeinsame Werte und Gesetze, sondern rein über die Abstammung. Ihr Ziel ist es, die Grundlagen des pluralistischen, liberalen Rechtsstaates auszuhöhlen, indem sie Rassismus intellektuell verpackt und gesellschaftsfähig macht.

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