Leserbriefe

Berlinale und der Mut zur Position

Rita Amer, Aichtal-Aich. Zum Artikel „Filmschaffende kritisieren Berlinale“ vom 19. Februar.

Tricia Tuttle wurde von Claudia Roth an die Stelle von Carlo Chatrian an die Spitze der Berlinale berufen, nachdem Letzterer sich nach den vollkommen unbegründeten Antisemitismusvorwürfen gegen die Berlinale 2023 in einem Offenen Brief für freie Meinungsäußerung eingesetzt hatte.

Dieselbe Claudia Roth hatte während der Abschlussgala damals mit Standing Ovations dem unglaublich authentischen und berührenden israelisch-palästinensischen Film „No Other Land“ Beifall gezollt, war dann leider zu feige, zu ihrer intuitiv menschlichen Haltung zu stehen, und ist zurückgerudert, hat die Berlinale selbst mit Schmutz beworfen. Asche auf die Häupter solch rückgratloser Volksrepräsentanten! Tricia Tuttle und Wim Wenders sind nun „politically correct“ und enthalten sich jeglicher Kritik zu Israels vollkommen unverhältnismäßigem Krieg gegen die Palästinenser, was Arundhati Roy veranlasste, ihre Teilnahme abzusagen. Super, Frau Roy!

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