Leserbriefe

Bärendienst mit Folgen

Dieter Hiemer, Neckartailfingen. Zum Artikel „Wechselärger auf dem Aileswasen“ vom 18. Februar.

Ich war 14 Jahre Abteilungsleiter beim TSV Neckartailfingen und dementsprechend zuständig auch für Spielertransfers. In dieser und auch der nachfolgenden Zeit gab es keinen vergleichbaren Vorgang in Sachen Spielerwechsel, wie jenen nun mit dem FC Frickenhausen. Im Gegenteil. Zwischen beiden Vereinen wurde eine Vielzahl von Transfers in beide Richtungen problemlos abgewickelt.

Jetzt brodelt es im Aileswasen und das Tischtuch zwischen TSVN und FCF dürfte fürs Erste zerschnitten sein. Da wird zwei jungen Kickern einfach so das Ausüben ihres Hobbys mit der Begründung verwehrt, Vereinbarungen mit den Spielern für die ganze Saison zu besitzen. Das ist formal richtig und die Statuten geben dem FCF auch recht. Dennoch kann die Sturheit im Tischardt-Egart nicht nachvollzogen werden. Zudem muss es dem Bezirksligisten finanziell wohl gut gehen, wenn er auf die Ablösezahlungen verzichten kann.

Timo Emer und Luis Guillen sind die Leidtragenden und die FC-Verantwortlichen sollten vielleicht mal ihre sportliche Leitung hinterfragen, warum die beiden den Verein verlassen wollen. Vor allem in Sachen Luis Guillen kann man nur den Kopf schütteln. Vater Alberto, einer der Macher beim TSVN, ließ seinen Sohn nach dem Neckartailfinger Abstieg schweren Herzens nach Frickenhausen ziehen, damit er dort weiterhin Bezirksliga spielen konnte. Dies hätte er bei gleicher Verbohrtheit durchaus verhindern können. Und nun wird ein eigener Spieler des TSVN bis in den Mai hinein vom Fußballspielen abgehalten. Der FC Frickenhausen hat sich damit einen Bärendienst mit Folgen erwiesen.

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