Christian Rau, Nürtingen. Zum Artikel „Regenbogenfahne an Kirche zerstört“ vom 3. Januar.
Gerade haben wir Weihnachten und den Jahreswechsel hinter uns gebracht und uns alle – davon gehe ich einmal aus – ein friedvolles und glückliches Jahr 2026 gewünscht. Leider stehen die Vorzeichen dafür nicht gut: Autokraten und Diktatoren wie Putin, Xi Jinping und auch Trump werden weiterhin alles daransetzen, ihre Macht- und Geldgier zu befriedigen. Dabei bedienen sie sich Mittel wie permanenter Lügen, Internet-Trollen in sozialen Medien, Cyberattacken, der Bestechung rechts- und linksextremer Parlamentarier sowie sogar von Sabotageakten, um in demokratisch regierten Nationen Zwietracht und Unruhe zu stiften. Moralische Maßstäbe kennen sie dabei nicht; christliche Grundsätze wie die Zehn Gebote sind ihnen völlig fremd. Als einzelner Bürger, den diese Entwicklung stark besorgt, fühlt man sich dabei oft machtlos.
Anders verhält es sich jedoch, wenn Angriffe auf Toleranz und demokratische Werte direkt hier in Nürtingen stattfinden. So wurde die Regenbogenfahne, die an der Außenwand der Lutherkirche als Zeichen der Toleranz angebracht ist, bereits mehrfach beschmutzt und heruntergerissen – offensichtlich von homophoben und intoleranten Mitmenschen, die sich durch die oben beschriebenen Methoden der Demokratiefeinde beeinflussen ließen. Die erneute Beschädigung der Fahne in meiner Nachbarschaft kann und möchte ich nicht mehr stillschweigend hinnehmen.
Mit diesem Schreiben möchte ich der Initiative Regenbogengemeinde weiterhin meine Unterstützung zusichern und hoffe, dass sich noch weitere Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeindemitglieder anschließen und Zivilcourage zeigen. Der Polizei wünsche ich viel Erfolg bei der Ermittlung des oder der Straftäter – auch als deutliches Signal dafür, dass diese Demokratie mit ihren Institutionen nicht so schwach ist, wie sie oft dargestellt wird.
Leserbriefe | 04.03.2026 - 05:00
Berufsverbot und Zensur
Jürgen Kull, Frickenhausen. Zum Artikel „Zukunft von Berlinale-Chefin Tuttle offen“ vom 27. Februar.
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Leserbriefe | 04.03.2026 - 05:00
Die Folgen der S21-Verspätung
Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Stuttgart 21 geht nicht vor 2029 in Betrieb“ vom 27. Februar
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