Leserbriefe

Kein Platz für rechte Parolen

Jürgen Merkle, Neuffen. Zum Artikel „Betriebsratswahlen: DGB will Rechte abwehren“ vom 3. März.

Ich war 38 Jahre Mitglied des Betriebsrats und über 30 Jahre Schwerbehindertenvertreter. In dieser Zeit habe ich viele Veränderungen erlebt: technische Umbrüche, wirtschaftliche Krisen, neue Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt. Eines aber ist immer gleichgeblieben: Wir schaffen nur gemeinsam etwas, wenn wir solidarisch sind und uns gegenseitig mit Respekt begegnen.

Wer versucht, Menschen nach Herkunft, Hautfarbe oder Religion zu trennen, handelt gegen die Werte, auf denen unsere Arbeitsgemeinschaft beruht. Kolleginnen und Kollegen aus allen Nationen und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten arbeiten Tag für Tag Seite an Seite. Das ist unsere Stärke, nicht unsere Schwäche. Gerade jetzt, wo Rechte wieder versuchen, Hass in die Betriebe zu tragen, ist es umso wichtiger, Haltung zu zeigen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Ausgrenzung, Populismus oder Ausländerfeindlichkeit Eingang in unsere Werkhallen finden. Denn ein Betrieb, der spaltet, schwächt sich selbst. Die IG Metall steht seit jeher für Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit. IG Metall-Betriebsräte kämpfen für faire Löhne, sichere Arbeitsplätze und ein menschliches Miteinander, ganz egal, wo jemand herkommt. Diese Werte sind das Rückgrat einer gerechten Arbeitswelt. Nur wenn wir geschlossen auftreten, können wir unsere Zukunft gemeinsam gestalten, frei von Hass, mit Rückgrat und mit Solidarität im Herzen. Solidarität statt Spaltung für eine starke IG Metall und menschliche Betriebe.

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