Gesundheit im Alltag

Sanfte Griffe, große Wirkung: Wie Lymphdrainage Patienten in den Medius‑Kliniken spürbar entlastet

Schonende Therapie mit spürbarer Wirkung im Alltag: Wie Lymphdrainage nach OPs, Verletzungen und bei chronischen Beschwerden helfen kann, erklärt Physiotherapeutin Tanja Müller von den Medius-Kliniken Kirchheim und Nürtingen.

KIRCHHEIM/NÜRTINGEN. Schwere Beine, Spannungsgefühle oder sichtbare Schwellungen nach Operationen oder Verletzungen – Beschwerden dieser Art können den Alltag stark beeinträchtigen. Eine bewährte und zugleich schonende Behandlungsmethode ist die Manuelle Lymphdrainage. In den Physiotherapien der Medius-Kliniken an den Standorten Kirchheim und Nürtingen wird diese Therapieform regelmäßig und erfolgreich eingesetzt.

Was bewirkt Lymphdrainage?

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle physiotherapeutische Technik, die den Abtransport von überschüssiger Gewebsflüssigkeit über das Lymphsystem fördert. Mit rhythmischen, sanften und kreisenden Handgriffen wird der Lymphfluss angeregt. Ziel ist es, Schwellungen (Ödeme) zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Außerdem wird die Wundheilung gefördert und das Hautbild verbessert. Gleichzeitig wirkt die Behandlung oft entspannend und kann das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Wann ist eine Lymphdrainage hilfreich – und wann nicht?

Besonders häufig kommt die Lymphdrainage nach Operationen, Unfällen oder bei orthopädischen und onkologischen Erkrankungen zum Einsatz. Auch bei chronischen Lymphödemen, Lipödemen oder nach Gelenkersatz-Operationen kann sie ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein.

Nicht geeignet ist die Lymphdrainage hingegen bei akuten Entzündungen, unbehandelten Infektionen, Thrombosen oder bestimmten Herz- und Krebserkrankungen. Deshalb ist vor Beginn immer eine ärztliche Abklärung notwendig.

Wer darf eine Lymphdrainage durchführen?

Die Manuelle Lymphdrainage darf ausschließlich von speziell ausgebildeten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Masseurinnen und Masseuren durchgeführt werden. Die Technik erfordert fundiertes anatomisches Wissen und eine zertifizierte Weiterbildung. „Eine falsch oder unzureichend ausgeführte Lymphdrainage kann wirkungslos sein oder im schlimmsten Fall sogar schaden“, erklärt Tanja Müller, Physiotherapeutin der Medius-Klinik. „Deshalb gehört diese Behandlung immer in professionelle Hände.“

Kann man Lymphdrainage selbst machen?

Grundsätzlich gilt: Die Selbstbehandlung ersetzt keine therapeutische Lymphdrainage. In manchen Fällen zeigen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten ergänzende einfache Übungen oder Griffe zur Unterstützung im Alltag, etwa zur Eigenaktivierung des Lymphflusses. Diese dienen jedoch nur als Ergänzung und nicht als Ersatz der fachgerechten Therapie.

Immer Teil eines Gesamtkonzepts

Lymphdrainage steht selten allein. Sie ist meist eingebettet in ein ganzheitliches Behandlungskonzept, das je nach Erkrankung auch Bewegungstherapie, Kompression, Hautpflege und Beratung umfasst. „Der Erfolg entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen und durch die aktive Mitarbeit der Patientinnen und Patienten“, betont Tanja Müller.

Mit den Physiotherapie-Angeboten in Kirchheim und am Klinikstandort Nürtingen leisten die Medius-Kliniken einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen, qualifizierten Versorgung. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zu mehr Beweglichkeit, weniger Beschwerden und besserer Lebensqualität nachhaltig zu unterstützen.

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