Geld sparen und anlegen

Wie sparen Eltern für ihre Kinder?

Sieben von zehn Eltern sparen regelmäßig für ihre Kinder – doch die Altersvorsorge spielt kaum eine Rolle. Das zeigt das aktuelle Anlegerbarometer von Union Investment.

Wenn es ums Sparen geht, haben Eltern ein klares Ziel vor Augen: Sie wollen ihre Kinder bestmöglich für das Leben rüsten und finanziell absichern. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Anlegerbarometers von Union Investment, für das das Marktforschungsinstitut Forsa im Mai 2026 mehr als 1.000 Eltern repräsentativ befragt hat.*

Die Umfrage liefert aufschlussreiche Einblicke in das Sparverhalten von Familien – und zeigt, wo noch Potenzial schlummert. Mit dem Sparen möglichst früh anzufangen, ist am wirkungsvollsten: Je früher Geld angelegt wird, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt – und desto größer kann das finanzielle Fundament für Kinder langfristig werden.

Wofür sparen Eltern – und was vergessen sie dabei?

Die gute Nachricht: Laut der aktuellen Umfrage des Anlegerbarometers legen sieben von zehn Eltern (70 Prozent) regelmäßig Geld für ihre Kinder zurück, weitere 15 Prozent tun dies zumindest unregelmäßig. Die meisten sparen dabei zwischen 500 und 750 Euro pro Jahr. Rund 18 Prozent schaffen sogar 1.500 Euro oder mehr. Dabei dominieren vor allem greifbare, kurzfristige Ziele den Sparalltag der Eltern, wie das Anlegerbarometer feststellt: Der Führerschein steht mit 45 Prozent ganz oben, dicht gefolgt von Ausbildung oder Studium (43 Prozent) und einem eigenen Auto (24 Prozent).

Das sind nachvollziehbare Prioritäten – aber eben solche, die den langfristig wirksamsten Sparanlass verdrängen. Denn lediglich 13 Prozent der Eltern denken bereits heute daran, für die Altersvorsorge ihres Kindes zu sparen. „Dabei ist genau das der Moment, in dem das angelegte Geld die besten Möglichkeiten hat, sich zu vermehren“, sagt Andrea Erlach, Marktforscherin bei Union Investment. „Dafür sorgt der Zinseszinseffekt, der über Jahrzehnte wirken kann: Erträge werden automatisch wieder angelegt und können so eine zusätzliche Renditechance bieten.“
Entscheidend ist dabei nicht der Einstiegszeitpunkt, sondern das langfristige Durchhaltevermögen.

Investmentfonds oder Sparbuch?

Beim Blick auf die bevorzugten Anlageformen zeigt sich ein erfreulicher Trend: Gut die Hälfte der sparenden Eltern (55 Prozent) nutzt Investmentfonds, um für ihre Kinder Vermögen aufzubauen. Das klassische Sparbuch folgt mit 39 Prozent, das Tagesgeldkonto nutzen 22 Prozent.

Warum ist früh sparen für Kinder so entscheidend?

Das Anlegerbarometer1 zeigt: Der Wille, für Kinder zu sparen, ist in Deutschland groß. Die entscheidende Frage ist nicht, ob, sondern wie – und vor allem: wann. Wer heute mit dem langfristigen Vermögensaufbau für seine Kinder beginnt, gibt ihnen den wertvollsten Vorsprung: Zeit.

*Forsa-Onlinebefragung im Auftrag von Union Investment. Mit dem Anlegerbarometer wurden im Mai 2026 über 1.000 Personen befragt, die in privaten Haushalten über Finanzen entscheiden, mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren.

Quelle: Union Investment

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