Die finanzielle Grundausstattung

Reisekasse planen: Volksbank Mittlerer Neckar gibt Tipps für eine entspannte Reise

Beim Zusammenstellen der Reisekasse kommt es auf den richtigen Mix an. Es ist besser, eine Kombination aus verschiedenen Zahlungsmitteln mitzunehmen, als sich nur auf eins zu verlassen.

Wer jetzt gerade beim Kofferpacken ist, der benötigt selbstverständlich Geld, um beispielsweise Eintritte zu bezahlen oder sich zwischendurch etwas zu essen zu kaufen. Mit Bargeld, Kreditkarte sowie der vor allem in Europa nützlichen girocard (Debitkarte) im Gepäck, kann nichts schiefgehen. Jedes Zahlungsmittel hat dabei seine Vor- und Nachteile. Bargeld wird fast überall akzeptiert, lässt sich aber leicht stehlen und wird bei Verlust nicht ersetzt. Deswegen ist es eine gute Idee, nur ungefähr ein Drittel seines Reisebudgets in Form von Bargeld mitzunehmen. Über den Rest verfügt man am besten mithilfe von Karten.

Mobiles Bezahlen per Smartphone ist auch in immer mehr Geschäften möglich. Google Pay und Apple Pay sind weitverbreitete Alternativen zur Zahlung mit der Karte oder in bar. Das richtige Verhältnis zwischen den Zahlungsmitteln hängt immer vom Reiseland ab.

Bargeld ist nach wie vor beliebt

In vielen Ländern ist die Kartenzahlung üblicher als in Deutschland. In skandinavischen Ländern werden schon Kleinstbeträge selbstverständlich mit Karte bezahlt und es gibt Geschäfte und Restaurants, die kein Bargeld mehr akzeptieren. Zudem existiert in einigen Ländern eine Obergrenze für Barzahlungen. In Spanien liegt sie bei 1.000 Euro, in Griechenland sogar bei 500 Euro. Reisende sollten sich vor der Abreise über die Regelungen informieren. Dennoch ist es sinnvoll, im Urlaub Bargeld in der Reisekasse zu haben, denn so ist man flexibel, wenn ein Restaurant, Geschäft oder Taxi keine Kartenzahlung akzeptiert.

Karten sorgen für Flexibilität

Kreditkarten lassen sich weltweit nutzen. Mehr als 100 Millionen Akzeptanzstellen machen die Zahlung in Hotels, Restaurants oder beim Mietwagenverleih einfach und sicher. So muss kein Bargeld mitgeführt oder Euro in die Landeswährung umgetauscht werden. Urlauber können aber auch mit ihrer Kreditkarte im Ausland Bargeld abheben. Dabei die ungünstige Umrechnung in Euro vermeiden, indem man am Geldautomaten immer die Abrechnung in Landeswährung wählt. In der Eurozone ist die girocard (Debitkarte) eine gute Alternative zur Kreditkarte, denn Zahlungen in Euro sind aufgrund der EU-Preisverordnung gebührenfrei. Vor Reisebeginn prüfen, ob die Karte ein Tages- oder Wochenlimit hat, und das Limit gegebenenfalls anpassen. Oft ist die Änderung bequem per Online-Banking möglich, entweder dauerhaft oder nur für die Dauer des Urlaubs. Ist die Änderung nur direkt in der Bank möglich, sollten einige Tage für die Umstellung geplant werden.

Reisekasse vor Diebstahl schützen

Die Zahlungsmittel sollten am besten getrennt verstaut werden. Wenn Bargeld, Kreditkarten und girocard (Debitkarte) zusammen an einem Ort aufbewahrt sind, kommt bei einem Diebstahl gleich alles abhanden. Vorzugsweise teilt man seine Wertsachen auf verschiedene Taschen auf und führt nur wenig bei sich – am besten nah am Körper. Dazu eignen sich beispielsweise Bauchtaschen. Auch Pass und Führerschein passen hier hinein. Eine andere Möglichkeit ist ein Geldgürtel, der auf der Innenseite ein Reißverschlussfach für Bargeld hat.

Ein weiteres Portemonnaie ist ebenfalls nützlich. Im ersten transportiert man Kleingeld und eine Kreditkarte, im anderen größere Summen, den Ausweis sowie Karten, die außerhalb der Unterkunft nicht hervorgeholt werden müssen. Für gestohlenes Bargeld gilt: Was weg ist, ist weg. Die gestohlene Karten so schnell wie möglich sperren. In Deutschland geht das unter dem zentralen Sperrnotruf 116 116, im Ausland wird die Nummer zusätzlich mit der Vorwahl +49 oder +49 30 4050 4050 genutzt.

Gute Reise.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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