Absichern und Vorsorgen

Sorgenfrei in die Rente gehen

Mit Beginn der Rente fängt ein neuer Lebensabschnitt an. Dieser will gut überlegt und frühzeitig geplant sein.

Persönliche Ziele haben direkten Einfluss darauf, wie viel Geld man benötigt und wie flexibel eine Planung sein sollte. Ob Reisen, neue Hobbys, ehrenamtliches Engagement oder mehr Zeit für Familie – all das kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld.

Warum eine Ruhestandsplanung wichtig ist

Die gesetzliche Rente bildet immer noch die Basis der Altersvorsorge. Bei vielen Menschen reicht sie aber nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu finanzieren. Eine Planung hilft, Versorgungslücken rechtzeitig zu erkennen und mit passenden Vorsorgelösungen gegenzusteuern. Wann sollte man beginnen, seinen Ruhestand zu planen? So früh wie möglich. Je mehr Zeit man hat, desto geringer sind die monatlichen Sparbeträge, um das persönliche Ziel zu erreichen. Aber auch wer erst später beginnt, sollte planvoll vorgehen.

Schritt für Schritt:

1. Finanzielle Ausgangslage klären

Zunächst sollte man sich einen Überblick über seine aktuelle finanzielle Situation verschaffen. Dazu zählen das Einkommen, vorhandenes Vermögen, bestehende Vorsorgeverträge sowie laufende Verpflichtungen. Auf dieser Übersicht werden alle weiteren Schritte der Ruhestandsplanung aufgebaut.

2. Voraussichtliche Rentenhöhe ermitteln

Prüfen, mit welchen regelmäßigen Einnahmen man im Ruhestand rechnen kann. Dazu gehört vor allem die gesetzliche Rente. Vom Rentenversicherungsträger erhält man regelmäßig einen Bescheid über den aktuellen Stand der Rente – die sogenannte Renteninformation.

3. Rentenlücke berechnen

Die voraussichtlichen Einnahmen im Ruhestand mit dem erwarteten Bedarf vergleichen. Die Differenz ist die Versorgungslücke. Mithilfe eines Rentenlückenrechners erkennt man, wie viel zusätzliches Kapital für den Lebensstandard im Alter benötigt wird.

4. Finanzbedarf im Ruhestand bestimmen

Überlegen, wie viel Geld im Alter monatlich nötig ist. Dabei nicht nur den laufenden Lebensunterhalt berücksichtigen, sondern auch seine Wünsche. Der Bedarf fällt individuell sehr unterschiedlich aus. Dieser sollte aber möglichst realistisch kalkuliert werden.

5. Vorsorge gezielt aufstocken

Eine Lücke bei der Rente schließen, indem man vorsorgt. Zu den geeigneten Mitteln zählen zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen, Fonds, ETFs oder andere Geldanlagen.

6. Ausgaben im Ruhestand realistisch planen

Die voraussichtlichen Ausgaben in der Rentenphase analysieren. Wichtige Posten sind Wohnen, Mobilität, Versicherungen und der tägliche Lebensunterhalt. Frühzeitig prüfen, ob Anpassungen sinnvoll sind.

7. Steuern und Versicherungen berücksichtigen

Auch im Ruhestand fallen Abgaben an. Dazu gehören unter anderem Steuern auf Renten und Kapitalerträge sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Diese Kosten ebenfalls einplanen, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

8. Entnahmeplan festlegen

Wenn man im Ruhestand auf Vermögen zurückgreifen will, das gespart wurde, ist ein Entnahmeplan wichtig. Er zeigt, wie viel Geld man regelmäßig entnehmen kann, ohne das Vermögen zu früh aufzubrauchen.

9. Risiken absichern

Zentrale Risiken der Ruhestandsplanung absichern. Dazu zählt vor allem das Risiko, dass man länger leben könnte, als bei der Finanzplanung geschätzt wurde. In diesem Fall wird mehr Geld für die Altersvorsorge benötigt. Aber auch für Inflation und steuerliche Veränderungen sollte man einen Puffer einbauen. Eine ausgewogene Planung sorgt dafür, dass das Einkommen auch dann ausreicht, wenn die Lebenshaltungskosten steigen. Die Volksbank Mittlerer Neckar eG unterstützt dabei, den Ruhestand zu planen und zu strukturieren.

Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken

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