Absichern und Vorsorgen

Eigenheim bleibt beliebteste Form der Altersvorsorge

Das eigene Zuhause bleibt für viele Menschen ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Selbstgenutztes Wohneigentum wird häufiger als geeignete Vorsorgeform genannt als ETFs, Fonds oder die gesetzliche Rente.

Wer über private Altersvorsorge nachdenkt, denkt häufig nicht nur an Rentenversicherungen, Fonds oder ETFs. Für viele Deutsche gehört auch Wohneigentum zu einer langfristigen Vorsorgestrategie. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Mehr als drei Viertel der Befragten halten selbstgenutztes Wohneigentum für eine geeignete Form der Altersvorsorge. Damit liegt das Eigenheim deutlich vor anderen Vorsorgemöglichkeiten wie der betrieblichen Altersvorsorge, vermieteten Immobilien oder kapitalmarktorientierten Anlagen.

Besonders bemerkenswert: Auch bei jungen Menschen genießt Wohneigentum einen hohen Stellenwert. Sieben von zehn Befragten zwischen 18 und 29 Jahren bewerten das Eigenheim als sinnvollen Baustein für die finanzielle Absicherung im Alter. In der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren fällt die Zustimmung sogar noch höher aus.

Mehr als nur ein Vermögenswert

Für viele Menschen stehen beim Eigenheim weniger klassische Anlageargumente im Vordergrund als vielmehr Sicherheit und Unabhängigkeit. Besonders häufig genannt werden der Schutz vor steigenden Mietkosten, selbstbestimmtes Wohnen im Alter und langfristig planbare Wohnkosten.

Während mögliche Wertsteigerungen und der Aufbau eines Sachwertes ebenfalls eine Rolle spielen, steht für viele Befragte die Gewissheit im Mittelpunkt, auch im Ruhestand in den eigenen vier Wänden leben zu können.

Finanzielle Sorgen im Alter bleiben präsent

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass die finanzielle Absicherung im Alter viele Menschen beschäftigt. Besonders häufig werden eine möglicherweise zu niedrige gesetzliche Rente, steigende Pflegekosten sowie Inflation und Kaufkraftverlust als Risiken genannt.

Jüngere Menschen sorgen sich dabei überdurchschnittlich häufig vor künftig steigenden Mietkosten. Das könnte ein Grund dafür sein, weshalb Wohneigentum gerade bei dieser Altersgruppe als wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge angesehen wird.

Eigenheim und Kapitalmarkt kombinieren

Für eine langfristige Vorsorge muss dabei nicht zwischen Immobilien und anderen Anlageformen gewählt werden. Viele Experten empfehlen vielmehr, verschiedene Bausteine miteinander zu kombinieren. Wer frühzeitig mit dem Vermögensaufbau beginnt, kann sowohl kapitalmarktbasierte Vorsorgeformen als auch Wohneigentum in seine persönliche Strategie einbeziehen.

Entscheidend ist, dass die Altersvorsorge zur individuellen Lebenssituation, den finanziellen Möglichkeiten und den langfristigen Zielen passt.

Quelle: Schwäbisch Hall / Civey-Umfrage 2026

Zur Übersicht