Landkreis Esslingen
Nadeln in Süßigkeiten: Kripo ermittelt nach weiterem Fall im Kreis Esslingen
Böse Überraschung in der Halloween-Beute: In Filderstadt sind zwei Kinder nur knapp einer möglichen Verletzung entgangen. Nun hat eine weitere Mutter Anzeige erstattet.
FILDERSTADT. „Zum Glück sind die Nadeln bemerkt worden“, sagt Polizeisprecher Michael Schaal. Die Kinder hätten sich sonst „böse verletzen können“. Ein bislang unbekannter Täter hatte an Halloween in Filderstadt-Bonlanden zwei Milch-Haselnuss-Schnitten mit dünnen Nähnadeln gespickt. „Sie steckten mittendrin“, erzählt Schaal. Von außen seien sie nicht sichtbar gewesen. Es soll sich um ein Knoppers und eine Hanuta-Alternative gehandelt haben. Doch sind diese Haselnuss-Tafeln normalerweise verpackt. „Eine davon war ein bisschen geöffnet“, erzählt Schaal. Die Nadeln seien aber sehr schmal gewesen, sodass eventuell ein kleines Loch in der Verpackung nicht aufgefallen wäre.
Am Montagmorgen hat sich laut Polizei eine weitere Mutter gemeldet. Aufgrund der Presseberichterstattung hatte sie die in der Halloween-Nacht gesammelten Süßigkeiten ihrer Tochter mit einem Magneten überprüft. Dabei habe die Frau in einem verpackten Kaubonbon ebenfalls eine Nähnadel festgestellt und daraufhin Anzeige bei der Polizei erstattet. In diesem Fall sei die genaue Örtlichkeit, an der das Kind die Süßigkeiten bekommen hat, noch nicht bekannt. Es sei entweder in Filderstadt-Harthausen oder in Aichtal-Grötzingen gewesen.
Die Kriminalpolizei ist mittlerweile in die Ermittlungen eingebunden. Die Polizei bittet in diesem Zusammenhang nochmals eindringlich die Eltern, die in der Halloween-Nacht gesammelten Süßigkeiten ihrer Kinder sorgfältig zu überprüfen oder sie zu entsorgen. Glücklicherweise seien im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen noch keine verletzten Kinder gemeldet worden, heißt es in der Pressemitteilung.
Bisher kein Vorfall in Esslingen
Zwei Kinder waren bei den ersten beiden Vorfällen in Bonlanden betroffen. Deren Eltern hatten sich an Halloween gegen 23 Uhr bei der Polizei gemeldet. In den sozialen Medien kursierte zudem die Nachricht, dass es einen weiteren Vorfall in Esslingen mit Nadeln in Kaubonbons gegeben habe. „Da liegt uns aber bislang keine Anzeige vor“, sagt Schaal am Montagmorgen. Man werde die Nachbarschaft in Filderstadt befragen, erklärte Schaal. Die Suche nach dem Täter dürfte nicht einfach werden. Die beiden Kinder hätten sich eher auf die Süßigkeiten konzentriert und weniger darauf geachtet, wo sie genau gesammelt hatten, sagt Schaal.
Im Landkreis Esslingen gibt es bislang die genannten drei Fälle. Bundesweit gab es aber mehrere Vorkommnisse dieser Art, beispielsweise in Thüringen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Auch in Rielasingen-Worblingen (Landkreis Konstanz) hatte die Polizei einen Vorfall gemeldet. Dort sollen „metallische Fremdkörper“ in Waffelschnitten entdeckt worden sein.
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