Wendlingen
Feuerinferno im Otto-Quartier Wendlingen: Weitere Nachlöscharbeiten waren nicht notwendig
Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
WENDLINGEN. Nach dem Großbrand im Otto-Quartier am Tag vor Heiligabend hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Über die Ursache des Brandes liegen derzeit beim Polizeipräsidium Reutlingen keine weiteren Erkenntnisse vor. „Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen“, sagte Martin Raff von der Pressestelle auf Nachfrage unserer Zeitung. Vor nächster Woche rechnet er nicht mit neuen Erkenntnissen.
Zum jetzigen Zeitpunkt sei es zu früh, um auch etwas zur genauen Schadenshöhe sagen zu können, erklärte Raff am Freitag weiter. Sie könnte durchaus in Millionenhöhe liegen, aber voraussichtlich auch darunter im höheren sechsstelligen Bereich.
In dem – durch das Feuer niedergebrannten leer stehenden – Fabrikgebäude mit den markanten Sheddächern war früher die Ausrüstung, in der Textilien, wie Stoffe und Garne, veredelt wurden. Das Gebäude stand nicht unter Denkmalschutz und sollte im Zuge des geplanten Wohnungsneubaus abgerissen werden.
Alte Holzböden und Zwischendecken waren schnell ein Raub der Flammen
Michael Gau, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Wendlingen, der in der Brandnacht der verantwortliche Einsatzleiter war, bestätigte, dass die Halle größtenteils leer gestanden habe. Dass sich der Brand so rasch in der Halle ausgebreitet hat, das liegt seiner Einschätzung nach an den alten Holzböden und Zwischendecken. Auch alte Lüftungsrohre hätten dazu beitragen können, dass sich Brandgase weiter ausgebreitet haben. Dass ein Übergreifen der Flammen auf andere Hallen und Gebäude verhindert wurde, ist nur dem raschen Eingreifen der Feuerwehren zu verdanken. Offiziell war der Einsatz am frühen Dienstagnachmittag um 13.30 Uhr beendet. Es seien keine weiteren Nachlöscharbeiten notwendig gewesen.
Für die Wendlinger Feuerwehr, die in der Brandnacht mit Unterstützung von vielen weiteren Feuerwehren aus der näheren und weiteren Umgebung und am Tag danach das Feuer löschte, war es bisher der 228. Einsatz in diesem Jahr. Weit häufiger als 2023 mit insgesamt 187 Einsätzen. Das sei dem sogenannten Hochwasser-Wochenende im Juni geschuldet gewesen, erläuterte Gau, an dem die Feuerwehr mehrere Dutzend mal Hilfe leisten musste.
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