Esslingen
Polizei stoppt E-Scooter-Treffen in Esslingen
Die Beamten leiteten mehr als 40 Verfahren ein. Acht E-Scooter wurden beschlagnahmt.
ESSLINGEN. Die Polizei geht gegen eine auffällige E-Scooter-Gruppe aus dem Landkreis Reutlingen vor. Am Donnerstagnachmittag kontrollierten Beamte in Esslingen mehrere Dutzend Kinder und Jugendliche, die sich mit ihren E-Scootern am dortigen Bahnhof versammelt hatten. Nach Angaben der Polizei waren zuvor Pläne für eine gemeinsame Ausfahrt bekannt geworden.
Bei den Kontrollen der Verkehrspolizei Tübingen und des Polizeireviers Esslingen leiteten die Beamten mehr als 40 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die Vorwürfe reichen vom Fahren ohne Fahrerlaubnis über Verstöße gegen die Zulassungs- und Versicherungspflicht bis hin zu erloschenen Betriebserlaubnissen und Kennzeichenmissbrauch. Acht E-Scooter wurden von der Polizei beschlagnahmt. Die Kontrollen sollen fortgesetzt werden.
Am Donnerstag hatte die Polizei von den Ermittlungen gegen eine größere Gruppe Jugendlicher aus dem Reutlinger Stadtgebiet berichtet. Diese waren demnach durch stark getunte oder aufgrund der erhöhten Leistung nicht zulassungsfähige E-Scooter aufgefallen. Mit auffälligem Fahrverhalten und teilweise Beleidigungen hätten sie versucht, die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zu ziehen und Verfolgungsfahrten zu provozieren. Die Taten seien gefilmt und anschließend in sozialen Medien veröffentlicht worden. Auch hätten die Jugendlichen teilweise gezielt Fußgänger angefahren.
Die Polizei weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass in Deutschland E-Scooter erst ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden dürfen. Sie appelliert an die Eltern, bei E-Scootern ihrer Kinder auf den ordnungsgemäßen Zustand der Fahrzeuge zu achten. Durch unerlaubte Leistungssteigerungen könne die Betriebserlaubnis erlöschen und der Versicherungsschutz entfallen. In solchen Fällen könnten sich auch Versicherungsnehmer oder Fahrzeughalter – häufig die Eltern – strafbar machen.