Oberboihingen - das sind wir
Oberboihingens Bürgermeister Ulrich Spangenberg: „Unser Ort funktioniert gut“
1357 erstmals urkundlich erwähnt, 631 Hektar Fläche, fast 5700 Einwohner, gelegen zwischen 260 Metern Höhe am Neckar und rund 365 Metern: Diese Zahlen beschreiben die Gemeinde – aber Oberboihingen ist viel mehr.
OBERBOIHINGEN. Oberboihingen ist überaus lebenswert. Das zeigt schon ein Bummel durch den Ort: Von Arzt und Apotheke über Discounter, Fachgeschäft und Supermarkt bis hin zu Gaststätten, Tankstelle, Industriefirmen und Handwerksbetrieben – die Infrastruktur des Ortes kann sich sehen lassen. Nicht vergessen werden dürfen natürlich Kita und Grundschule, die Kirchen und die vielfältige Vereinslandschaft – inklusive großzügiger Sportstätten. Kurzum: „Unser Ort funktioniert gut“, sagt Bürgermeister Ulrich Spangenberg.
Auch verkehrstechnisch ist der Ort gut angeschlossen. Zug und Bus verbinden die Gemeinde mit den Nachbarstädten und dem Umland. „Und wenn dann die S-Bahn durch Oberboihingen fährt, ist es nahezu perfekt.“ Das Wann steht allerdings noch etwas in den Sternen beziehungsweise ist abhängig davon, wann der digitale Knoten von S21 in Betrieb geht.
Besondere Bahn-Beziehung
Mit der Bahn verbindet die Gemeinde eine besondere Beziehung. Erst 2013 wurden die schienengleichen Bahnübergänge durch die parallel zur Bahn verlaufende Ortsdurchfahrt inklusive Unterführung ersetzt. Und auch die letzten von Hand betriebenen Bahnschranken Baden-Württembergs gab es in Oberboihingen. „Noch heute steht die alte Schrankenanlage als historisches Denkmal am Bahnhofsvorplatz“, erzählt Spangenberg. „Und das ehemalige Bahnhofsgebäude dient unter anderem als Außenstelle des Standesamts.“
Die Verlegung der Ortsdurchfahrt machte den Weg frei für den zweiten Schritt der Ortskernsanierung: die Umgestaltung der Nürtinger Straße und der Unterboihinger Straße – und zwar sowohl von der technischen Seite als auch von der Aufenthaltsqualität.
Viel Grün und den Talbach erleben
„Es werden Bäume gepflanzt, am Ortseingang von Wendlingen in Form einer Allee, es wird Staudenbeete geben, der Talbach wird mit Sitzstufen erlebbar gemacht, ja sogar ein kleiner Park wird entstehen“, zählt der Bürgermeister die Highlights auf. „Aber nicht weniger wichtig sind die durchgehenden Gehwege, sichere Querungsstellen, die drei barrierefreien Bushaltestellen und die Neuordnung der Parksituation.“ Und auch unterirdisch gibt es einiges zu tun. Fertig sein wird alles Ende 2027.
Aussichtsturm sorgt für andere Perspektive
Aber nicht nur im Ort gibt es Neuerungen für mehr Lebensqualität, sondern auch auf den Höhen. Für den „Perspektivwechsel“ empfiehlt Spangenberg den erst kürzlich eröffneten Mörike-Aussichtsturm. „Zurzeit sieht man nicht viel weiter, ob man am Fuße des Turmes oder oben in sechseinhalb Meter Höhe steht“, weiß das Gemeindeoberhaupt. „Aber wenn dort beispielsweise Mais wächst, weiß man den erhöhten Standort zu schätzen.“
Der neue Turm steht direkt am Oberboihinger Rundwanderweg. Auf den rund elf Kilometern, die sich an den Gemarkungsgrenzen orientieren, gibt es viel zu sehen: die Hummelsche Mühle am Neckar, den Sinnesgarten bei Leben inklusiv, den Oberboihinger Wasserfall oder den Schaugarten beim Hofgut Tachenhausen, es gibt Einblicke in landwirtschaftliche Betriebe sowie Ausblicke bei der Lauereiche oder eben am Aussichtsturm. Hochsteigen lohnt sich: Der Blick reicht bis zur „Blauen Mauer“ – wie Mörike die Schwäbische Alb betitelte.
Im neuen Wohngebiet sind noch Plätze frei
Wer jetzt denkt „Da möchte ich wohnen“, dem sei der 10. November ans Herz gelegt. An diesem Tag startet die Bewerbungsphase für die letzten Plätze im neuen Wohngebiet „Erweiterung Pfanne – Koch, Neuffen-, Zollernstraße“ – wie es offiziell heißt. Elf der insgesamt 33 Grundstücke sind noch frei: in jeder Straße und in den unterschiedlichsten Größen. „Da es ein Premiumbaugebiet ist, haben die Plätze natürlich ihren Preis“, verdeutlicht Spangenberg. „Es gibt aber auch kleinere Parzellen, die für eine Doppelhausbebauung vorgesehen sind.“ Das ist dann günstiger. Das Einzige, was Interessierte tun müssen, ist ein Gebot abzugeben; das höchste bekommt den Zuschlag. „Und den haben schon Gebote mit einem Euro über dem Mindestgebotspreis bekommen“, erinnert sich der Bürgermeister. Alle Informationen dazu gibt es am 9. November bei einer Veranstaltung im Sitzungssaal des Rathauses.
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