Neuffen

Kommentar zur Bürgermeisterwahl in Neuffen: Den richtigen Ton getroffen

Denis Janzen heißt der Sieger eines starken Bewerberfelds. Sein Haustürwahlkampf brachte ihm die entscheidenden Pluspunkte, meint Redaktionsleiter Kai Müller. Lesen Sie auch den Artikel zur Wahl.

Denis Janzen ist der Sieger der Bürgermeisterwahl in Neuffen. Foto: Stefan Rosenfeld

NEUFFEN. Das Ergebnis der Neuffener Bürgermeisterwahl überrascht nicht, in seiner Deutlichkeit aber schon. Dass das Pendel in Richtung Denis Janzen, dem Hauptamtsleiter der Nachbarkommune Frickenhausen, ausschlagen würde, war spätestens nach der Kandidatenvorstellung in der Neuffener Stadthalle spürbar geworden. Der allzu forsche Auftritt des Neidlinger Bürgermeisters Jürgen Ebler war bei der Mehrzahl der Zuhörerinnen und Zuhörer gar nicht gut angekommen. Zumal er auch die Befürchtungen nicht ausräumen konnte, dass Neuffen mehr ist als ein nächster Schritt auf seiner Karriereleiter. Janzen hatte deutlich machen können, dass er mit der Tälesstadt verbunden ist, und seine zahlreichen Hausbesuche brachten ihm viele Pluspunkte.

Fairer Wahlkampf

Der dritte und jüngste im Bunde, Falk Schöneck, muss sich nicht grämen. Er wird seinen Weg gehen und hat zumindest einen Achtungserfolg bei seiner ersten Kandidatur erzielt und einen amtierenden Bürgermeister hinter sich gelassen. Janzen wird in seiner Rolle wachsen müssen. Vielleicht hilft ihm dabei auch sein Notizbuch, in das er bei den Hausbesuchen die Anregungen der Bürger aufgenommen hat. Positiv ist, dass Neuffen aus drei Fachleuten wählen konnte. Das kam auch bei den Wählern gut an, wie sich an der sehr ordentlichen Wahlbeteiligung zeigt. Andere Gemeinden wären froh um eine solche Auswahl. Der Wahlkampf war fair und glänzte durch eine sachliche Auseinandersetzung. Auch in dieser Hinsicht waren die drei Kandidaten vorbildlich.

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