Landkreis Esslingen
Großer Feuerwehreinsatz wegen Quecksilber in Reichenbach
Am Montag war der Gefahrgutzug im Einsatz, nachdem eine Familie im Umzugswagen eine rätselhafte Chemikalie gefunden hatte.
REICHENBACH. In Reichenbach kam es am Montagabend zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Wegen einer zunächst unbekannten Chemikalie rückte der Gefahrgutzug aus. Ersten Erkenntnissen zufolge hatte eine Familie für ihren Umzug einen Transporter gemietet. Laut Auskunft der Pressestelle des Polizeipräsidiums Reutlingen wurde in der Vertiefung einer Halteöse eine metallische Flüssigkeit entdeckt, woraufhin gegen 19.30 Uhr die Feuerwehr alarmiert wurde. Das Gebiet wurde abgesperrt, der Gefahrgutzug kümmerte sich um die Chemikalie, die sich als Quecksilber herausstellte. Laut Polizeipressestelle handelt es sich um eine Menge von 20 Milligramm, was etwa der Füllung eines Fieberthermometers entspreche. Woher das Quecksilber stammt, ist Gegenstand der Ermittlungen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand.
Update 12 Uhr, offizielle Polizeimeldung:
Zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ist es am Montagabend, gegen 19 Uhr, in der Straße In den Bergteilen gekommen. Nach Polizeiangaben hatte eine Familie dort für einen Umzug einen Lkw angemietet. Der fünfjährige Sohn entdeckte im Verlauf des Abends in einer Aussparung einer Verzurröse eine zunächst unbekannte, flüssige, metallische Substanz und spielte damit, woraufhin die Eltern aufmerksam wurden. Durch die Feuerwehr wurde der Stoff, welcher eine Fläche von circa vier Quadratzentimetern bedeckte, als Quecksilber identifiziert. Von dem Stoff konnten rund 20 Milliliter sichergestellt werden. Nach der Absperrung des unmittelbaren Gefahrenbereichs wurden auf Weisung der Feuerwehr insgesamt 20 umliegende Häuser mit insgesamt 27 Personen vorübergehend evakuiert. Vom Rettungsdienst wurden acht Personen vorsorglich vor Ort untersucht und in Krankenhäuser eingeliefert. Unmittelbaren Kontakt mit dem Quecksilber hatte aber lediglich der fünfjährige Junge, bei welchem sich, wie bei allen anderen Untersuchten, bislang keine Vergiftungserscheinungen zeigten. Der Lkw wurde abgeschleppt. Die Spezialisten des Arbeitsbereichs Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Reutlingen haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr war mit 16 Fahrzeugen und 80 Feuerwehrleuten, der Rettungsdienst mit sieben Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften im Einsatz. Zudem waren zwei Chemiker des Landkreises vor Ort.
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