Gesund

Beckenboden stärken

Für Frauen und Männer gleichermaßen wichtig: Die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur wird vor allem mit der körperlichen Gesundheit von Frauen in Zusammenhang gebracht. Dabei sollten auch Männer ihren Beckenboden trainieren.

Für Männer ist die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur ebenso wichtig. Foto: Pixabay

Der Beckenboden ist eine Muskelplatte, die den unteren Abschluss des Beckens bildet. Er hält die Organe des Unterleibs in ihrer Position. Bei Frauen kann ein schwacher Beckenboden eine Absenkung von Gebärmutter und Blase hervorrufen. Männer bemerken ihn beispielsweise an Erektionsstörungen. Ein kräftiger Beckenboden stärkt die Körperhaltung eines Menschen. Da der Beckenboden auch die Schließmuskulatur von Harnröhre und After unterstützt, kann sich eine Schwächung der Muskulatur durch Stuhl- und Harninkontinenz zeigen.

Ein häufiges Symptom ist der tröpfchenweise Urinverlust beim Husten, Niesen oder Lachen. Überdies kann ein geschwächter Beckenboden das Gefühl hervorrufen, Blase und Darm wären nicht vollständig entleert. Insbesondere bei Menschen ab einem Alter von fünfzig Jahren kann es zu einem Nachlassen der Beckenbodenmuskulatur kommen, weshalb ein gezieltes Training sinnvoll ist. Bei Kniebeugen oder beim Treppensteigen wird der Beckenboden trainiert. Ausdauersportarten genauso wie Pilates und Yoga stärken ihn. In einigen Fitnessstudios wird Beckenbodentraining angeboten, welches in Kursen oder anhand eines Trainingsplans an den Geräten stattfindet. Kleinere Übungen lassen sich im Alltag integrieren, etwa beim Warten an der Bushaltestelle oder Sitzen im Büro. Bei diesen Übungen wird die Beckenbodenmuskulatur mehrere Male angespannt, indem man sich vorstellt, den Urin zurückzuhalten. Die Spannung sollte für einige Sekunden gehalten werden, ehe sie wieder aufgelöst wird. Auch beim Heben von schweren Gegenständen sollte man in die Hocke gehen und den Beckenboden anspannen, anstatt sich herunterzubeugen.

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