Neuffen - das sind Wir
Zwischen Burgromantik und Bauprojekten: Neuffen gestaltet seine Zukunft
Vom Hohenneuffen bis zum Höhenfreibad: Neuffen – eine sympathische Stadt zwischen Tradition und Moderne. Aktuelle Projekte, Zukunftspläne und ein Bürgermeister im Abschiedsjahr.
NEUFFEN. Historischer Charme, eine idyllische Umgebung zur Naherholung, Weinbau, Sehenswürdigkeiten und viele Veranstaltungen kennzeichnen die vielseitige Stadt mit der mittelalterlichen Festung Burg Hohenneuffen hoch über der Stadt und dem Neuffener Tal.
Kein Wunder, dass der noch amtierende Bürgermeister Matthias Bäcker in Neuffen eine neue Heimat gefunden hat und hierbleiben wird, wenn er zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand geht.
Vorher hat er allerdings noch einen vollen Terminkalender, in dem jede Veranstaltung die letzte seiner Amtszeit ist, so etwas wie eine amtliche Abschiedstournee, um dann ab 2027 privat dabei zu sein.
Stadthallenumbau war größtes Bauprojekt in der Amtszeit
Auf „15 sehr schöne, erfolgreiche Jahre“ blickt er gerne zurück. Schuldenabbau war von Anfang an sein Ziel, das er auch erreicht hat. Mit der mehrjährigen Sanierung und dem damit verbundenen Umbau der Stadthalle ist außerdem das größte Bauprojekt seiner Amtszeit abgeschlossen, das rund 10 Millionen Euro gekostet hat. Jetzt kann das vielfältige Veranstaltungsprogramm wieder in vollem Umfang aufgenommen werden, und es stehen auch variable Räumlichkeiten für öffentliche und private Feste zur Verfügung.
Für weitere Umbauten und Sanierungen in der Stadt laufen Vorbereitungen. So soll der Kindergarten Halde im nächsten Jahr fertig sein und dazu beitragen, dass auch in Zukunft der Rechtsanspruch auf einen Platz für jedes Kind erfüllt werden kann. Danach steht die Sanierung der städtischen Sporthalle auf dem Plan.
Zur Familienfreundlichkeit der Stadt gehört außerdem, dass auch die Ganztagsbetreuung gewährleistet ist, für die Neuffen bereits frühzeitig die räumlichen Voraussetzungen geschaffen hat. Zunächst besteht der Rechtsanspruch zwar nur für die ersten Klassen, aber Neuffen ist schon vorbereitet, um auch die nächsten Jahrgänge stufenweise zu betreuen.
Sanierung des Höhenfreibads auf den Weg bringen
Die größte finanzielle Herausforderung ist die Sanierung mit Umbau des beliebten Höhenfreibads. „Der Baubeschluss ist gefasst. Die Umbauplanung läuft“, so Bäcker. Es hat sich ein Förderverein gebildet und eine Bürgerbeteiligung findet statt, bevor dann im Herbst die Zuschussanträge gestellt werden. Das im Jahre 1939 erbaute Höhenfreibad liegt direkt unterhalb des Hohenneuffen und lädt auf über 10000 Quadratmetern Liegewiese in den Sommermonaten zum Verweilen ein.
Die Ruine der Burg Hohenneuffen, eine mittelalterliche Festung hoch über der Stadt und dem Neuffener Tal, ist weithin beliebtes Ausflugsziel und bietet außerdem ein besonderes Ambiente für standesamtliche Trauungen und Hochzeitsfeiern.
In der Stadt selbst ist neben den historischen Bauten ein Besuch im Neuffen-Museum empfehlenswert, um mehr über Stadtgeschichte und Traditionen, Weinbau und Handwerk zu erfahren. Der historische Bahnhof ist nicht nur Haltestation für die Tälesbahn, sondern auch für das „Sofazügle“, einen historischen Dampfzug, der an besonderen Tagen von Nürtingen nach Neuffen fährt.
Eselhock und Bergpreis sind Markenzeichen
Herausragende Veranstaltungen wie der traditionelle Eselhock und der Bergpreis sind Markenzeichen von Neuffen. „Am 6. September ist das wieder Nationalfeiertag für Neuffen“, so der Bürgermeister, der dann wieder mitfährt.
Wohlfühlen und Wandern in und um Neuffen
Für die Gesundheit empfiehlt er zum Beispiel das „Kneippen in der Neuffener Toskana“ in der Kneippanlage mit frischem Albquellwasser, die sich in der Nähe des Wohnmobil-Stellplatzes Richtung Viehweide befindet und regelrecht dazu einlädt, etwas für die Gesundheit zu tun. Das ist auch möglich durch Wandern rund um Neuffen mit einer Auswahl unter 21 ausgezeichneten Prädikatswanderwegen. „Der Name Hochgehberge ist am Albtrauf dabei Programm. Traumhafte Aussichten mit Blick bis ins Alpenvorland belohnen nach dem ‚Hochgehen‘ die Gäste“, so Bürgermeister Matthias Bäcker zu den Möglichkeiten, von Neuffen aus durch beeindruckende und schützenswerte Natur, vorbei an Burgen und Festungen, zu wandern. Als Beispiele seien der Gustav-Ströhmfeld-Weg, die Felsenrunde, Keltenrunde und die Vulkanrunde genannt.
Wendlingen | 20.03.2026 - 12:00
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