Neuffen - das sind Wir

Täleswein hat Tradition im Neuffener Tal

Schon seit rund 1000 Jahren wird im Neuffener Tal Wein angebaut. Moderne regionale Weinkultur kann man am 20. Juni erleben, wenn die Wengerter zum Sommerabend im Weinberg einladen.

NEUFFEN. Schon seit rund 1000 Jahren wird im Neuffener Tal Wein angebaut. „Die Weinkultur war auch hier stark von den Klöstern der Region beeinflusst und hat zur Entstehung der verschiedenen Weinorte geführt“, so Jürgen Pfänder, Vorstandsvorsitzender der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck eG, die 1948 gegründet wurde.

Die Weinbaugemeinden am Albtrauf entschlossen sich damit zum gemeinschaftlichen Ausbau des Neuffener Tälesweins. Gemeinschaft prägt auch heute noch den Weinausbau.

Das kommt besonders beim „Sommerabend im Weinberg“ am 20. Juni
ab 16 Uhr zum Ausdruck, zu dem alle Neuffener Weinbaubetriebe, also Genossenschaft und private Wengerter, gemeinsam einladen und ein besonderes Erlebnis bieten. Dann kann jeder Besucher vor Ort die Abendstimmung in idyllischer Umgebung mit Täleswein und mehr genießen.

Juraböden und ein
charakteristisches Klima

„Unsere Weinberge am Albtrauf sind mit die höchstgelegenen in Württemberg. Mit unserem charakteristischen Klima und den Juraböden unterscheiden wir uns deutlich von den anderen Württemberger Weinlagen“, so Jürgen Pfänder.

Schon Eduard Mörike beschrieb den Albtrauf als „Blaue Mauer“. Der Silvaner trocken „Blaue Mauer“, der in ausgewählten und ertragsreduzierten Weinbergen heranreift, ist danach benannt. „Die besten Trauben des Weißburgunders und Acolons eines Jahrgangs werden zur Edition K8. Ein feinherber Rosé ergänzt die K8 Serie.“

Insgesamt bewirtschaften die Wengerter der Weingärtnergenossenschaft eine Rebfläche von etwa 30 Hektar.

„Die Weinberge werden von unseren Wengertern im Nebenerwerb gepflegt, bewirtschaftet und die Trauben per Hand gelesen, was sich in der hohen Qualität unserer Weine abzeichnet“, erklärt Pfänder zum Täleswein.

Der Neuffener Weinbau ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft am Albtrauf.

Neue Weine aus
pilzresistenten Sorten

In der Vinothek in der Neuffener Kelter am Kelternplatz 8, die montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr geöffnet hat, berät ein fachkundiges Team gerne über das vielfältige Weinsortiment von Acolon über Lemberger bis Schwarzriesling und Weißburgunder.

Dazu gehört auch der beliebte Schillerwein aus dem Neuffener Tal, für den besondere Sorten ausgewählt werden. Ab Ende April wird es außerdem zwei neue, pilzresistente Weine geben, aus sogenannten PIWI-Rebsorten: Edition Jura Souvignier Gris und Edition Jura fünf&zwanzig trocken.

Für dieses Jahr gibt es bezüglich der Weinernte naturgemäß noch keine Prognosen, nur, dass „wir wettertechnisch früh dran sind. Der Austrieb fängt wieder früh an.

Noch kann man weiter nichts zum Wachstum sagen, denn wir müssen die Eisheiligen abwarten, und die sind erst im Mai“, so Pfänder.

Jürgen Pfänder, Vorstandsvorsitzender der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck, und Geschäftsführerin Christine Anhut. Foto: NTZ-Archiv
Die Mittsommerzeit im Neuffener Weinberg erleben – dazu lädt die Veranstaltung Sommerabend im Weinberg ein. Foto: NTZ-Archiv

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