Wendlingen
Feuerwehreinsatz in Wendlingen: Verdacht auf Gefahrgut
Die Postfiliale war vorübergehend geschlossen. Die Albstraße war in Teilen gesperrt.
WENDLINGEN. Am Freitagmorgen ist es in der Stadtmitte von Wendlingen zu einem Feuerwehreinsatz gekommen. Aus einem Paket in der Postfiliale in der Albstraße war gegen 10.30 Uhr ein unbekanntes Gas geströmt, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wurde. Schnell machte der Verdacht auf einen Gefahrstoffunfall die Runde.
Das bestätigte sich glücklicherweise nicht. Unter Einsatz von Atemmasken wurde das verdächtige Paket aus den Räumen der Filiale ins Freie gebracht, woraufhin es von der Feuerwehr genauer untersucht wurde. Bei Öffnen des Pakets kamen sechs Gasflaschen zum Vorschein. Wie sich herausstellte, befand sich darin Butangas. Eine der Ventilkartuschen war defekt, sodass das Gas unkontrolliert freigesetzt wurde. „Wir haben ein lautes Zischen und einen unbestimmten Gasgeruch bemerkt“, berichtete Chris Alexiou, von der Postfiliale, gegenüber unserer Zeitung. Zu Schaden war niemand gekommen.
Kurz vor 11 Uhr konnte Einsatzleiter Marc Morawsky von der Freiwilligen Feuerwehr Wendlingen Entwarnung geben. Während des Einsatzes war die Albstraße zwischen Neuffen- und Zollernstraße für Autos und Fußgänger komplett gesperrt. Zur Sicherheit hatte die Feuerwehr Wasserschläuche ausgerollt, um gerüstet zu sein, falls es zu einer Explosion gekommen wäre. Butangas ist hochentzündlich. Nachdem die Räume der Post belüftet waren, konnte der Betrieb dort wieder normal aufgenommen werden. Vor Ort war die Freiwillige Feuerwehr Wendlingen mit drei Fahrzeugen und 13 Personen. Butangas wird in Feuerzeugen und Campingkochern verwendet, wird aber auch als Kältemittel für Kühlschränke und Klimaanlagen genutzt.
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