Reportage

Eine Geschichte von Schuld und Sühne

16.02.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Osten des Kongo tobt seit vielen Jahren ein erbitterter Krieg – der Weg zu Wahrheit und Gerechtigkeit ist steinig. Ein Bericht von Sylvia Gierlichs

Der Weg nach Busurungi war beschwerlich, hat sich für Sylvia Gierlichs und ihren lokalen Begleiter Lebon Mulimbi aber gelohnt.
Der Weg nach Busurungi war beschwerlich, hat sich für Sylvia Gierlichs und ihren lokalen Begleiter Lebon Mulimbi aber gelohnt.

Noch regnet es leicht, als wir uns mit Mototaxis auf den Weg nach Hombo machen. Lebon, mein lokaler Kontaktmann aus Bunyakiri, sitzt auf dem Motorrad vor mir. Er dreht sich kurz um, lächelt ein wenig und rümpft dann die Nase. Schietwetter. Ich mache mir ein wenig Sorgen. In der Nacht ist ein Riesengewitter über Bunyakiri niedergegangen, die Regenfälle haben im Garten der Pfarrei, in der ich übernachtete, große Pfützen hinterlassen. Würden wir überhaupt nach Busurungi kommen? Zu dem Ort, an dem eines der schlimmsten Massaker stattgefunden hat, das die Demokratische Republik Kongo in den letzten zehn Jahren erlebt hat? Die Anreise ist beschwerlich. Kurz nach Hombo, einer großen Stadt im Distrikt Kalehe im Südkivu, würden wir zu Fuß weitergehen müssen. Auf alten Handelspfaden, ausgetreten von Millionen Füßen. Pfaden, die, wenn es regnet, zu einer unangenehm rutschigen Piste werden können.


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