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Licht der Hoffnung: Sechs zweistündige Kulturabende

21.09.2022, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Licht der Hoffnung: Beim Festival für die gute Sache gibt es in diesem Winter Bewährtes wie Moving Shadows, die Pianistin Julia Hermanski und Kabarettist Stefan Waghubinger ebenso wie Neues: Schlagzeugmafia, Cara und GlasBlasSing.

Versprechen Beat-Entertainment auf höchstem Niveau: die Schlagzeugmafia.  (linkes Bild, Foto: pm) Machen Musik mit Flaschen jeder Art: die Formation GlasBlasSing.  (Foto: Sucksdorff)
Versprechen Beat-Entertainment auf höchstem Niveau: die Schlagzeugmafia. (linkes Bild, Foto: pm) Machen Musik mit Flaschen jeder Art: die Formation GlasBlasSing. (Foto: Sucksdorff)

Corona hat in den vergangenen zwei Jahren das Begleitprogramm zur Weihnachtsspendenaktion „Licht der Hoffnung“ der Nürtinger und Wendlinger Zeitung verändert. In der 30. Saison der Aktion mussten fast alle Kulturveranstaltungen abgesagt werden, in der 31. Saison waren nur einstündige Auftritte ohne Pause und Getränkeverkauf möglich. In der nun vor uns liegenden 32. Saison des Kulturfestivals der Hoffnung soll wieder alles so werden wie vor der Pandemie. Geplant sind sechs Abende mit jeweils rund zwei Stunden Kultur mit einer Pause in der Mitte des Programms, in der Getränke angeboten werden. Und das Beste: Der Preis bleibt für doppelt so viel Kultur gleich. Für jeden Abend beträgt der Eintritt wie bisher pro Person 20 Euro. Die Eintrittskarten gibt es ab sofort im Vorverkauf im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15. Bewährt ist auch, dass die Eintrittsgelder sozialen Projekten mit Verantwortlichen aus dem Verbreitungsgebiet der Zeitung zugutekommen. In dieser Saison werden acht Projekte finanziell unterstützt. Bewährt sind auch die Veranstaltungsorte: Wie im Vorjahr wird es das hochklassige Kulturprogramm in Wendlingen, Beuren, Nürtingen, Unterensingen, Neckartenzlingen und Frickenhausen zu sehen geben.

Festival startet mit Moving Shadows

Eine ausgezeichnete junge Künstlerin am Klavier: Julia Hermanski.  Foto: T. Holzwarth
Eine ausgezeichnete junge Künstlerin am Klavier: Julia Hermanski. Foto: T. Holzwarth

Das Festival startet am Samstag, 26. November, um 20 Uhr im Treffpunkt Stadtmitte in Wendlingen mit der bekannten Schattentheater-Show Moving Shadows, die bereits im Januar 2020 in Frickenhausen 570 Zuschauer begeistert hat. Die sieben Artisten der „Mobilés“ erzählen zu Licht und Musik mit ihren Schatten hinter einer großen Leinwand Geschichten mit wechselnden Bildern. Nun gibt es neue Abenteuer aus der Schattenwelt. Die aus Köln stammenden Mobilés haben wieder ein rauschendes Fest für die Sinne inszeniert. Liebend, leidend, tanzend, turnend, poesievoll und witzig verzaubern sie ihr Publikum – und das jetzt schon seit 40 Jahren. Die Künstler kreieren mit erstaunlicher Präzision und verblüffender Leichtigkeit einen poesievollen Bilderreigen aus fließenden Körpern, wirbeln temperamentvoll ins Licht und verschwinden wieder in der geheimnisvollen Tiefe des Raumes. Hinter der Leinwand verschmelzen ihre Körper zu Landschaften, Tieren und Gebäuden. Der Auftritt wird ermöglicht durch die Unterstützung der Volksbank Mittlerer Neckar.

Ein guter Bekannter ist auch der Kabarettist Stefan Waghubinger – von seinen Auftritten im Fernsehen und bei früheren Festivals der Hoffnung. Der schon seit ein paar Jahren im Schwabenland lebende Österreicher wird am Samstag, 3. Dezember, um 20 Uhr in der Kelter in Beuren auf der Bühne stehen mit seinem Programm „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“. In seinem dritten Soloprogramm sucht Waghubinger auf dem Dachboden seiner Eltern eine Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist. In den Requisiten seiner Vergangenheit entdeckt er immer wieder Bezüge auf das Hier und Jetzt, auf die Gesellschaft und auf das Zusammenleben der Menschen untereinander. Der Auftritt wird möglich dank der finanziellen Unterstützung der Rechtsanwalts-Kanzlei Mitsdörffer Müller.

Für erstklassigen Irish Folk stehen Cara mit Sängerin Gudrun Walther.  Foto: Archiv
Für erstklassigen Irish Folk stehen Cara mit Sängerin Gudrun Walther. Foto: Archiv

Die Pianistin Julia Hermanski ist am 24. November 2019 schon einmal zugunsten von Licht der Hoffnung in der Kreuzkirche in Nürtingen aufgetreten. An selber Stelle wird sie am Sonntag, 18. Dezember, um 18 Uhr ein weihnachtliches Klavierkonzert geben. Die im doppelten Sinn ausgezeichnete Pianistin reist mit einem einzigartigen Programm an, das dem Publikum in keinem Konzerthaus geboten wird. Darin finden sich klassische Klavierstücke sowie internationale meisterhafte Weihnachtswerke aus aller Welt, unter anderem von Wolfgang Amadeus Mozart und Selim Palmgren. Schon in jungen Jahren schätzte man die taiwanesisch-deutsche Pianistin Julia Hermanski als Rohdiamant ein. Ihr Weg führte sie als Frühstudentin im „Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter“ (IFF) an die Musikhochschule Hannover und anschließend an die Musikhochschulen Köln und Berlin. Als ausgezeichnete „Virtuosin des Jahres 2017“ in München blickt sie auf Fernsehproduktionen mit ARD und Arte sowie Wettbewerbserfolge unter anderem in Wien und Stockholm zurück. Das Konzert ermöglicht die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.

Musik mit Trommeln und Flaschen

Bei Moving Shadows formen sieben Artisten immer neue Schattenbilder.  Foto: Köhler-Schär
Bei Moving Shadows formen sieben Artisten immer neue Schattenbilder. Foto: Köhler-Schär

Am Dreikönigstag ist traditionell das Udeon in Unterensingen die Location für Licht der Hoffnung. Am Freitag, 6. Januar, um 18 Uhr tritt dort die Schlagzeugmafia aus Mannheim auf. Die Schlagzeugmafia, das sind fünf taktvolle Ganoven, die bei ihren rasanten Streifzügen durch perkussive Klangwelten weder Angst noch Schrecken verbreiten. Es werden keine krummen Dinger, sondern Sticks gedreht für Beat-Entertainment auf höchstem Niveau. Neben den Trommeln bringen die Musiker auch jede Menge Humor mit. Ausgezeichnet wurden sie mit dem Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 2015. Der Auftritt wird unterstützt durch die Firma ZinCo.

Kabarettist Stefan Waghubinger.  Foto: pm
Kabarettist Stefan Waghubinger. Foto: pm

Cara ist eine multinationale, mit zwei Irish Music Awards ausgezeichnete Celtic-Folk-Band. Die Musiker kommen aus Irland, Schottland und Deutschland und haben in den 19 Jahren ihres Bestehens einen ausgezeichneten Ruf erworben für ihre innovativen Arrangements, ihre Eigenkompositionen und Songwriting, die virtuose Darbietung und eine charismatische Bühnenpräsenz. Im Nürtinger Club Kuckucksei ist Cara schon fünfmal zwischen 2004 und 2017 aufgetreten. Nun gastiert die Formation für Licht der Hoffnung am Samstag, 21. Januar, um 20 Uhr in der Melchiorhalle in Neckartenzlingen- Unterstützt wird das Konzert durch die BW Bank.

Zum Abschluss des 32. Festivals der Hoffnung gibt es am Samstag, 4. Februar, um 20 Uhr in der Festhalle im Erich-Scherer-Zentrum in Frickenhausen den Auftritt von GlasBlasSing. Die Formation war schon zwei Jahre früher beim Festival der Hoffnung eingeplant. Das Konzert fiel jedoch den Corona-Verordnungen zum Opfer. Die Künstler machen Musik auf und mit Flaschen. Dazu zählen kleine und große Flaschen, Flaschen aus Plastik, Glas und Blech. Klopfen, Pusten, Ploppen, Schütteln, Klimpern, Zupfen, Klappern, Ritschen, Knistern, Werfen, Fangen, Knicken und Scheppern gehört alles zum Konzert dazu. Das Gastspiel wird ermöglicht durch die VR Bank Hohenneuffen-Teck.

Tickets für die Konzertabende gibt es zum Eintrittspreis von jeweils 20 Euro im Vorverkauf im Stadtbüro der Nürtinger Zeitung, Am Obertor 15, unter Telefon (0 70 22) 94 64-150 oder per E-Mail unter nz-vorverkauf@ntz.de.

Licht der Hoffnung