Nürtingen

Licht der Hoffnung: Neue Stühle im Haus der Heimat in Nürtingen bereits im Einsatz

Licht der Hoffnung: Für die Veranstaltungen im Haus der Heimat ist mit Spendengeldern neues Mobiliar angeschafft worden. Die Terrassentüren und die Fenster an einer Seite sollen nach 30-jähriger Nutzung auch noch erneuert werden.

Alfred Kopany (links) und Augustin Riedl stellen die neuen Stühle im Haus der Heimat in Nürtingen auf. Die Möbel konnten durch Spendengelder der Aktion „Licht der Hoffnung“ angeschafft werden. Zweimal wurden sie bereits genutzt. An diesem Sonntag werden die Stühle beim Weinfest eingesetzt, am 7. November beim Sonntagskaffee und am 27. November bei der Einstimmung in den Advent. Foto: Holzwarth

NÜRTINGEN. Die Corona-Pandemie hat den Veranstaltungskalender im Haus der Heimat am Bergäckerweg in Nürtingen in den vergangenen Monaten extrem ausgedünnt. Nun darf der Terminplan wieder gefüllt werden – und die Besucher der Veranstaltungen können sich auf 150 ganz neue Stühle setzen. Die Stiftung Haus der Heimat und die Böhmerwaldbund-Ortsgruppe Nürtingen hatten die Modernisierung des Mobiliars durch einen Antrag bei der Hilfsaktion „Licht der Hoffnung“ der Nürtinger/Wendlinger Zeitung in Gang gesetzt.

Die Anschaffung der neuen Stühle zählte zu den sechs ausgewählten sozialen Projekten, die durch die Spendengelder der Leserinnen und Leser in der abgelaufenen 30. Saison von „Licht der Hoffnung“ umgesetzt werden konnten. Zudem sollen auf jeden Fall noch eine Terrassentür und – wenn das Geld reicht – möglichst auch noch eine Fenster-Reihe ausgetauscht werden. „Wir haben dafür bereits Angebote eingeholt“, erzählt Alfred Kopany, der zugleich Zweiter Vorsitzender der Stiftung Haus der Heimat und der Böhmerwaldbund-Ortsgruppe ist. Durch die Terrassentür zieht es schon seit ein paar Jahren, was vor allem im Winter unangenehm ist.

30 Jahre hat das Haus der Heimat und auch das Inventar der Begegnungsstätte auf dem Buckel. Auf den alten Stühlen mit dem grünen Stoff habe man „jeden Fleck sofort gesehen“, stellt Veranstaltungsorganisator Augustin Riedl fest. Da kamen über mehr als ein Vierteljahrhundert viele Verunreinigungen zusammen. Da halfen auch drei Reinigungen nicht mehr viel, die zudem „auch nicht so ganz billig waren“, so Kopany. Nun wurden 150 neue Stühle mit „stabilem Stoff“ gekauft und das alte Gestühl weitgehend entsorgt. „Ein paar Stühle, die noch einigermaßen in Schuss waren, stellten wir in die Heimatstube“, so Kopany.

An diesem Sonntag werden die Stühle beim öffentlichen Weinfest genutzt

Die neuen Stühle haben ihre Feuertaufe bereits bestanden. Bei einer privaten Geburtstagsfeier mit über 60 Gästen und der Hauptversammlung der Böhmerwäldler wurden sie schon eingesetzt. An diesem Sonntag steht bereits die nächste Veranstaltung im Haus der Heimat an. Bei dem von der Böhmerwald-Spielschar organisierten Weinfest, das um 10.30 Uhr beginnt und bei dem Alleinunterhalter Willy Wondra für die musikalische Umrahmung sorgen wird, sind die Stühle unter anderem für Mittagessen, Kaffee und Kuchen im Einsatz.

Gefragt sein werden die Stühle auch beim Sonntagskaffee am 7. November ab 14 Uhr für jedermann sowie am Samstag, 27. November, bei der traditionellen Einstimmung in den Advent, den die Böhmerwäldler ab 18 Uhr veranstalten. Dabei wird diesmal das Saitenensemble Bayrisch Creme musizieren. Kopany und Riedl haben auch bereits versprochen, dass die Böhmerwäldler bei diesem Anlass wieder einen Spendenscheck für „Licht der Hoffnung“ überreichen werden, nachdem sie nun ja auch einmal selbst von der Aktion profitiert haben. Für die „große Unterstützung“ ist Alfred Kopany noch immer sehr dankbar. „Die Anschaffung der neuen Stühle wäre allein mit kleinen Spenden kaum möglich gewesen.“

Und vom neuen Inventar im Haus der Heimat haben bei Weitem nicht nur die Böhmerwaldbund-Ortsgruppe Nürtingen und ihre Gäste etwas. Genutzt wird das Haus auch ständig von fünf weiteren Gruppen: der Heimatgruppe der Siebenbürger Sachsen, der Heimatgruppe der Schlesier, dem Shanty-Chor Neckar-Knurrhähne, der Studentenverbindung Ceres und dem Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe. „Hier ist immer etwas los“, stellt Kopany fest. Und Augustin Riedl ergänzt: „Die Leute freuen sich, dass sie nach der Corona-Pause jetzt wieder ins Haus der Heimat kommen können.“ Die Freude wird angesichts der bequemen neuen Stühle sicherlich noch größer.

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