Eugen Peter, Wendlingen. Zum Artikel „Nachts kehrt der Schrecken zurück“ vom 1. September. Aus meiner eigenen Erfahrung muss ich zu diesem Bericht Folgendes erwähnen. Auch ich wurde als 16-Jähriger zum Finale des Zweiten Weltkriegs an die Ostfront zwischen Frankfurt/Oder und Berlin eingezogen. Dieser Endkampf wird von manchen mit dem Untergang der Armee in Stalingrad mindestens gleichgestellt.
Durch meine persönliche Teilnahme an vorderster Hauptkampflinie und in der späteren russischen Gefangenschaft erlebte ich die Brutalität und Unmenschlichkeiten eines Krieges. Seit einigen Jahren zeigt sich auch bei mir, dass mir im Traum diese erlebten Begebenheiten immer öfter noch mal gezeigt werden. Um diese barbarischen Erlebnisse zu verdrängen, habe ich über diese Zeit ein Buch geschrieben. Aus Dankbarkeit für mein Überleben will ich damit den Nachkommen das Risiko eines Krieges vermitteln. Ein selbsterlebter Tatsachenbericht – bis zur Erschöpfung.