Landkreis Esslingen
Zoll findet mehr als 100.000 Schmuggelzigaretten bei Reisenden am Flughafen
Bei einer ordnungsgemäßen Anmeldung wären für die Tabakwaren mehr als 30.000 Euro Einfuhrabgaben zu bezahlen gewesen.
LEINFELDEN-ECHTERDINGEN. Nach Angaben des Zolls haben Beamte bereits am vergangenen Wochenende am Stuttgarter Flughafen drei Reisende gestoppt, die mehr als 107.000 Stück unversteuerte Zigaretten schmuggeln wollten. Die Personen im Alter zwischen 22 und 35 Jahren waren aus der Türkei kommend in Stuttgart gelandet. Anschließend versuchten sie, mit sechs Hartschalenkoffern und etwas Handgepäck über den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren den Flughafen zu verlassen. Hier wurden die Reisenden vom Zoll zu eine Kontrolle gebeten. Dabei zeigt sich, dass die Koffer ausschließlich für den Transport der insgesamt 536 Stangen Zigaretten genutzt wurden. Lediglich im Handgepäck führten der Mann sowie die zwei Frauen einige persönliche Gegenstände und etwas Bekleidung mit sich. Die Zigaretten wurden von Zoll sichergestellt und gegen die Personen wurde ein Steuerstrafverfahren wegen Einfuhrschmuggels eingeleitet.
"Immer wieder stellen wir fest, dass Reisende mehr Zigaretten mitführen, als zulässig ist, und diese nicht anmelden. Häufig geschieht das aus Unkenntnis oder weil sich die Betroffenen vorab nicht ausreichend über die geltenden Bestimmungen informiert haben. Der aktuelle Fall unterscheidet sich davon jedoch deutlich: Die große Menge und die Art des Transports sprechen für ein gezieltes Vorgehen. Eine solche Menge an unversteuerten Zigaretten haben wir am Flughafen Stuttgart zuletzt im Jahr 2019 sichergestellt", ordnet der Pressesprecher des Hauptzollamts Stuttgart, Thomas Seemann, den Schmuggelversuch ein.