Neuenhaus

Weg frei für neue Kita in Neuenhaus

Im Gegensatz zu den aufgegebenen Plänen rund um den Campus Weiherbach in Grötzingen soll die Idee eines Bildungscampus in der Talstraße in Neuenhaus weiterverfolgt werden.

Der geplante Bildungscampus in der Talstraße in Neuenhaus: Neben der Grundschule soll die bestehende Kita „Brücke 1“ saniert und erweitert werden. Auf der Fläche des ehemaligen Kita-Pavillons, dessen Fundament links unten im Bild zu sehen ist, ist ein Neubau vorgesehen. Foto: Stadt Aichtal

AICHTAL-NEUENHAUS. Die Stadt Aichtal treibt die Weiterentwicklung einer neuen Kindertagesstätte in Neuenhaus voran. Das verkündet die Verwaltung in einer Pressemitteilung. Der Gemeinderat hat das vorliegende Planungskonzept einstimmig als Grundlage für die nächsten Planungsschritte beschlossen.

Damit hält die Stadt an der bereits eingeschlagenen Richtung fest: Das bestehende Gebäude der Kita „Brücke 1“ neben der Grundschule soll grundlegend saniert, um ein Geschoss aufgestockt und erweitert werden. Zusätzlich ist auf der Fläche der ehemaligen Kita „Pavillon“, die nach einem Schimmelbefund abgerissen werden musste, ein Neubau vorgesehen. Entstehen soll ein moderner Bildungscampus mit zeitgemäßen Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung.

Derzeit gehen die Planungen von insgesamt fünf Gruppen aus. Über die endgültige Anzahl wird der Gemeinderat im weiteren Verfahren entscheiden.

Erheblicher Sanierungsbedarf

Die Weiterentwicklung des Standorts sei auch deshalb notwendig, weil sich in Neuenhaus über Jahre hinweg erheblicher baulicher Handlungsbedarf angesammelt habe. Die frühere Kita „Pavillon“ musste nach einem Schimmelbefund geschlossen und inzwischen abgebrochen werden. Eine Sanierung wäre nach Angaben der Stadt nicht mehr wirtschaftlich gewesen.

Auch das Bestandsgebäude der Kita „Brücke 1“ entspricht in wesentlichen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen an Funktionalität, Betriebssicherheit, Energieeffizienz und räumliche Qualität, teilt die Verwaltung mit.

„Unser Ziel ist es, den Standort langfristig für die Kinderbetreuung nutzbar zu machen. Dafür brauchen wir passende Rahmenbedingungen. Mit Sanierung, Aufstockung und Erweiterung schaffen wir keine Übergangslösung, sondern eine Perspektive für die kommenden Jahre“, sagt Bürgermeister Sebastian Kurz.

Mehr Platz für Betreuung und Personal

Der aktuelle Vorentwurf zeigt, wie Sanierung, Aufstockung und Erweiterung umgesetzt werden könnten. Die dargestellten Raumgrößen und Zuschnitte seien allerdings noch nicht endgültig, sondern dienten zunächst dazu, das Raumprogramm sichtbar zu machen. Im weiteren Planungsverlauf sollen die Entwürfe konkretisiert und optimiert werden.

Die zusätzlichen Flächen sollen unter anderem Platz für Gruppenräume, Schlaf- und Sanitärbereiche sowie Personal- und Funktionsräume schaffen. Der Vorentwurf sieht drei Gruppen für Kinder über drei Jahren und zwei Gruppen für Kinder unter drei Jahren vor.

Durch die Zusammenführung der Betreuungsangebote am Standort könnten künftig zudem Räume im Bestandsgebäude frei werden, die für die Schulkindbetreuung genutzt werden sollen.

Europaweite Ausschreibung geplant

Angesichts des Umfangs des Projekts müssten die Leistungen europaweit ausgeschrieben werden. Der Gemeinderat hat die Verwaltung deshalb beauftragt, die nächsten Planungsschritte vorzubereiten und geeignete Fachbüros zu suchen.

Mit der Fertigstellung der neuen Kita soll schließlich auch die provisorische Unterbringung der Kinder aus dem ehemaligen Kindergarten „Pavillon“ enden. Sie werden derzeit in der Interims-Kita „Häfnerblick“ betreut.

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