Unterensingen

Großbrand in Unterensingen: Feuerwehrhaus droht einzustürzen

In Unterensingen brennt aktuell das Feuerwehrmagazin. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt. Der Einsatz wird wohl bis Dienstag dauern. Aktuelles zum Brand gibt es hier.

Das Feuerwehrgerätehaus steht in Flammen. Foto: SDMG
Flammen schlagen aus dem Gebäude. Foto: Philip Sandrock
Der schwarze Rauch ist weithin zu sehen. Foto: Michael Zaiser
Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis sind vor Ort. Foto: SDMG
Die zerstörten Fahrzeuge der Feuerwehr. Foto: SDMG
Gegen 18.37 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus. Foto: Markus Krichenbauer
Eine Vielzahl an Rettungskräften ist vor Ort. Foto: SDMG
Die Rückseite des Gebäudes. Foto: Sylvia Gierlichs

UNTERENSINGEN. Zur Stunde findet in Unterensingen ein Großeinsatz der Feuerwehren aus dem Landkreis statt. Das Feuerwehrmagazin in der Kelterstraße steht in Flammen. Die dunklen Rauchwolken sind kilometerweit sichtbar. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt, da Explosionsgefahr besteht. Laut Polizei befinden sich Gasflaschen im Gebäude.

Das Feuer wurde gegen 18.37 Uhr entdeckt, als die Brandmeldeanlage auslöste. Anwohner berichten von Explosionen, die sie gehört hätten. Laut Feuerwehr soll es sich dabei vermutlich um die Batterie eines Gabelstaplers gehandelt haben.

Vor Ort im Einsatz sind Feuerwehren aus verschiedenen umliegenden Gemeinden, unter anderem Nürtingen, Wernau, Kirchheim und Oberboihingen, Wendlingen und Köngen.

Die Feuerwehr Unterensingen kann bei der Brandbekämpfung nur zuschauen, alle Fahrzeuge und Gerätschaften befinden sich noch in dem brennenden Magazin. Betroffen sind vier Fahrzeuge, darunter auch die älteste Feuerwehrspritze des Landkreises.

Es soll aber zum Glück keine Person verletzt worden sein.

Die Brandursache ist bislang ungeklärt.

Auch der Bürgermeister von Unterensingen, Robin Schmitt, ist vor Ort: „Das ist eine Vollkatastrophe für uns.“ Nun müsse man so schnell wie möglich dafür sorgen, dass die Feuerwehr Unterensingen wieder einsatzbereit ist. Für solche Fälle gebe es wohl einen Fahrzeug-Pool, mit Ersatzfahrzeugen.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung könnte es Meldungen auf der Warn-App Nina geben.

Mittlerweile ist auch der Kreisbrandmeister Guido Kenner vor Ort: „Das ist ein Totalschaden. Da ist nichts mehr zu retten.“ Vier Fahrzeuge seien definitiv zerstört. Man werde versuchen, einen Grundschutz für Unterensingen wiederherzustellen und ein Fahrzeug aus dem Landkreis hierher zu verschieben.

Landrat Marcel Musolf sei bereits auf dem Weg nach Unterensingen. Im Laufe des Abends soll es noch eine Pressekonferenz geben.

Aktuell geht man von einem Sachschaden in zweistelliger Millionenhöhe aus.

Das Gebäude droht mittlerweile einzustürzen. Ein Bagger rollt an, um das Dach abzutragen.

Laut Kreisbrandmeister soll der Einsatz noch die ganze Nacht dauern. „Auf dem Dach war eine PV-Anlage verbaut und im Gebäude viel Technik“, so Kenner über die komplizierten Löscharbeiten.

Der Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Esslingen, Carsten Zander, spricht von einem sehr „emotionalen Einsatz“ für die Feuerwehrleute aus Unterensingen. „Sie dachten, es wäre ein Fehlalarm.“ Doch schnell hätte der Einsatzleiter den schwarzen Rauch aus dem Gebäude kommen sehen.

Insgesamt sind 140 Einsatzkräfte vor Ort. Das Löschwasser wird dem Neckar entnommen.

Es brennt wohl weiterhin. Glutnester im Gebäude müssen weiterhin gelöscht werden.

Die Polizei unterstützt die Feuerwehr mit der Drohnengruppen.

Landrat Marcel Musolf ist mittlerweile vor Ort. „Ab morgen wird es darum gehen, die Gemeinde Unterensingen zu unterstützen“, so Musolf. Von Fahrzeugen bis zu Einsatzkleidung werde man die Feuerwehr ausrüsten müssen. Auch der Landrat geht davon aus, dass der Einsatz erst am Dienstag beendet sein wird.

Instagram1

Zur Startseite