Landkreis Esslingen

Flughafen Stuttgart: Deutlich weniger Beschwerden über Lärm

Die Lärmschutzbeauftragte für den Flughafen Stuttgart hat den Jahresbericht 2025 vorgestellt. Der Bericht zeigt: Das Beschwerdeaufkommen rund um den Flughafen hat deutlich abgenommen. Auch Tedgo neu spielt im Bericht eine zentrale Rolle.

Immer wieder gibt es Beschwerden über startende und landende Flugzeuge am Flughafen Stuttgart. Foto: NTZ-Archiv

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN. Immer wieder kommt es zu Lärmbeschwerden von Bürgern über Lärm, der von startenden und landenden Flugzeugen am Flughafen Stuttgart verursacht wird. Gerade in der Region Nürtingen hat das Thema Fluglärm in den vergangenen Jahren für viel Ärger gesorgt. Die Lärmschutzbeauftragte Kathrin Frank vom Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) hat die vermittelnde Aufgabe, Bürgern zu erklären, wieso der wahrgenommene Lärm in der Regel gesetzeskonform ist. Wird gegen Vorgaben verstoßen, ist es Aufgabe der Lärmschutzbeauftragten, einzuschreiten und den Grund zu ermitteln. In diesem Fall verfolgt sie das Fehlverhalten der Fluglinien und sorgt so für Lärmverbesserungen im Flugverkehr. Laut nun veröffentlichtem Jahresbericht habe es im Jahr 2025 keine Notwendigkeit gegeben, Fluglinien wegen ihres Fehlverhaltens zu verfolgen. Das teilt das RPS mit.

Rückgang der Fluglärmbeschwerden um knapp 40 Prozent

Im Jahr 2025 seien insgesamt 9093 zuordenbare Beschwerden bei der Lärmschutzbeauftragten eingegangen. Beschwerden, die mangels erforderlicher Angaben nicht zugeordnet werden können, oder Mehrfachbeschwerden Einzelner zu gleichen Sachverhalten, werden nicht berücksichtigt. Vier Vielfachbeschwerende haben 39 Prozent der Gesamtbeschwerden vorgelegt. Vielfachbeschwerende sind Personen, deren Anzahl an vorgelegten Beschwerden fünf Prozent oder mehr der Gesamtanzahl an Beschwerden beträgt. „Diese Beschwerden werden erfasst, jedoch aus der flächenhaften Verteilung der Beschwerden herausgerechnet, um ein räumliches Verzerren des Beschwerdeaufkommens zu vermeiden“, heißt es in einer Pressemeldung des RPS. Im Jahr 2025 sei es zu einem Anstieg der Flugbewegungen auf 95.765 gekommen. Die Anzahl von Nachtflügen habe im selben Zeitraum abgenommen.

Die meisten Beschwerden kommen aus Tedgo neu-Gebieten

Ein räumlicher Vergleich des Beschwerdeaufkommens zeige, dass etwa 85 Prozent aller Lärmbeschwerden aus Orten stammen, die einen räumlichen Bezug zum Abflugverfahren Tedgo neu haben, über die im Jahr 2025 weniger als ein Prozent der Flugbewegungen abgewickelt worden sei. „Trotz der nahezu gleichbleibenden Nutzung dieser als ,Tedgo neu‘ bezeichneten Abflugroute reduzierte sich das Beschwerdeaufkommen aus diesen Orten um 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, heißt es im Pressebericht.

Der vollständige Jahresbericht 2025 sowie Informationen zur Rolle und Arbeit der Lärmschutzbeauftragten für den Flughafen Stuttgart sind auf der Internetseite des RPS und auf dem gemeinsamen Themenportal der Regierungspräsidien Baden-Württemberg unter rp.baden-wuerttemberg.de/ abrufbar.

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