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Leserbriefe

Zusätzliche Flugroute ist eine Dreistigkeit

15.10.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Werner Kehrer, NT-Hardt. Zu den Artikeln „Es fehlen Daten und Fakten“ und „Neckartal-Gemeinden wollen Flugpausen“ vom 9. Oktober.

Schlimmes droht über uns hereinzubrechen in Form von ohrenbetäubendem Krach, Abgasen, Feinstaubbelastung, Gesundheitsschädigung und anderem. Von jetzt auf nachher sollen wir bald in einer Art Einflugschneise leben, in der künftig startende Verkehrsflugzeuge direkt in niedriger Höhe über unsere Wohngebiete donnern. Und das ab morgens 6 Uhr. Bei großen Infrastrukturmaßnahmen wie beim Bau oder Ausbau von Flughäfen benötigt der Antragsteller eine Genehmigung, den sogenannten Planfeststellungsbeschluss. Die jetzt geplante zusätzliche Flugschneise könnte gar nicht Teil der seinerzeitigen und bis heute gültigen Genehmigung des aktuell gültigen Planfeststellungsbeschlusses gewesen sein. Welche Dreistigkeit, jetzt einfach eine zusätzliche Flugroute über Wohngebieten und Naherholungsflächen zu planen und zu versuchen, das im Hauruck-Verfahren durchzudrücken, ohne dass dies planfestgestellt ist und ohne dass neutrale Gutachter eingeschaltet wurden. So respektlos geht man mit uns Bürgern um. Wer hilft den betroffenen geschätzten 15 000 Menschen? Und für wie dumm halten uns die Strippenzieher, als dass wir nicht durchschauen würden, dass sie mit ihrer Taktik die geschätzten 90 000 Menschen, die angeblich eine geringe Entlastung erfahren sollen, als Handlanger für die Realisierung der neuen Flugschneise gegen uns zu instrumentalisieren versuchen? Was bleibt ist: wer kann, wer will uns helfen. Unser Landesvater, unser Ministerpräsident, unser Landesverkehrsminister, unser Regierungspräsident als Chef der Planfeststellungsbehörde, unsere Landtagsabgeordneten, unsere Bundestagsabgeordneten? Wenn diese nicht an unserer Seite stehen, haben wir verloren. Es hilft nur noch zu kämpfen.

Leserbriefe

Crowdfunding zur Finanzierung

Barbara König, Nürtingen. Zum Artikel „Massive Kritik am Planer“ vom 18. November.

Es ist eine Unverschämtheit gegenüber uns Steuerzahlern, dass die Stadtoberen weiterhin gewillt sind, überteuerte Prestigeobjekte zu finanzieren. Da es nicht gelang, das Hölderlinhaus unter…

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