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Leserbriefe

Zum Tag der Befreiung und zu Gauland

16.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Reinhardt, Neckartenzlingen. Ich finde es schon etwas beschämend, dass die Nürtinger Zeitung zum 8. Mai außer einem recht netten Artikel für Kinder zu diesem Tag nichts zu vermelden hat. Fast sollte man meinen, sie folge den Gedanken von Gauland, man solle den „Tag der Niederlage“ am besten vergessen. Aber die Aussage dieses Mannes ist doch ungeheuerlich! Deutschland hat nun mal den Zweiten Weltkrieg angefangen und fast unvorstellbares Unheil damit über Europa und Teile der Welt gebracht. Das sind Tatsachen, die wir, ob sie uns nun gefallen oder nicht, im Gedächtnis behalten müssen! Wer sie vergessen will, belügt sich doch aufs Schimpflichste.

Er steht nicht zur Geschichte seines eigenen Volkes; ein „guter Deutscher“? – nie! Aufrecht und ehrlich schon gar nicht! Es ist freilich richtig, dass Deutschland nach dem Krieg eine weitgehend positive Rolle gespielt hat – aber ohne den gewaltigen, blutreichen Einsatz der späteren Siegermächte wäre das nicht möglich gewesen.

Wer mag sich vorstellen, was passiert wäre, wenn Nazideutschland gesiegt hätte? – unvorstellbar furchtbar! Und das will so einer einfach aus der Geschichte seines eigenen Volkes ausradieren? Wenn er die Geschichte seines Heimatlandes nicht ertragen kann, dann sollte er doch die deutsche Staatsbürgerschaft aufgeben! – und hingehen, wo er als Deutscher nicht erkannt wird! Warum sollten wir als Deutsche nicht auch zu den schrecklichen Seiten unserer Geschichte stehen? Die Ehrlichkeit verlangt es von uns. Und die Mehrheit der Deutschen tut es doch auch. Wir haben etwas gelernt: nie wieder Krieg! Aber auch: nie wieder Nazismus! Die Bilanz, die Schrecken der Nazizeit sind doch nichts anderes als furchtbar! Die Geschichte mit Lügen zum eigenen Nutzen umzuschreiben, das tun doch nur Diktatoren oder solche, die so etwas werden wollen. Träumt ein Gauland davon?

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