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Zu wenig Freigelände für Kindertagesstätte

28.07.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sabine Seifert-Werner, Nürtingen. Zum Artikel „Viel Kritik für Kita-Pläne am Lutherhof“ vom 19. Juli. Nach der Vorstellung des Konzepts der Stiftung Tragwerk für die Nutzung des Geländes „Martin-Luther-Hof“ bleiben viele Fragen offen. Warum stimmt eigentlich die Mehrheit von Nürtingens Stadträten immer wieder gegen die Aufrechterhaltung von überschaubaren kindgerechten Kindergärten in ganz Nürtingen mit noch schönen und weitläufigen Außenanlagen zum Bewegen und Spielen? Eigentlich müsste jedem, der Kinder gernhat, klar sein, dass es in Zeiten mangelnder Bewegung und anonymer Vermassung das Beste ist, was man Kindern für ihren Lebensweg mitgeben kann.

Sparen am falschen Ort! Dafür habe ich keinen der Stadträte gewählt! Warum plant ein freier kirchlicher Träger (Stiftung Tragwerk) für eine Kindertagesstätte, in der 75 Kinder, darunter zehn Kinder unter drei Jahren, ganztägig untergebracht werden sollen, so wenig Platz für sie ein? Bisher zeichneten sich für mich freie Träger dadurch aus, dass gerade dort auf genügend Platz und eine kindgerechte Umgebung geachtet wird. Mein Eindruck ist, dass die Kindertagesstätte fast nur Beiwerk für alle zusätzlichen Einrichtungen werden wird.

Weitere Frage: Wie soll die sich verschärfende Parkplatzsituation gelöst werden? Die Stadt plant, die gegenüberliegende Grünfläche mit den Parkplätzen an der Ersbergstraße in naher Zukunft zu bebauen. Anwohner, dann die ganzen Beschäftigten der Stiftung Tragwerk, Lehrer, Eltern von Schülern und in Vesperkirchenzeiten die viele Besucher der Vesperkirche werden in Zukunft um jeden Stellplatz kämpfen. Von den Verantwortlichen der Stadt Nürtingen hört man dazu wenig bis gar nichts. Man lässt einfach alles auf sich zukommen. Das wäre aber deren Job!

Weitere städtische „Machbarkeitsstudien“ sehen vor, die Schulwiese an der Ersbergschule zu überbauen – ein Gebiet, das die Schüler der Ersbergschule sowie viele Kinder und Jugendliche der Kirchheimer Vorstadt in ihrer Freizeit immer wieder nutzen. Für nicht wenige ein Stück Lebensqualität, das dann verloren geht. Diese würde ich aber gerade den zukünftigen kleinen Besuchern der neuen Kindertagesstätte Martin-Luther-Hof gönnen, wenn es ihnen und ihren Erziehern in ihrem „Domizil“ zu eng und zu laut werden wird.

Meine letzte Frage: Gibt es eigentlich in Nürtingen auch Machbarkeitsstudien für die Erhaltung und Schaffung von Grünzonen in Zeiten der Klimaerwärmung? Bevor alles Grün niedergemacht wird, wäre es höchste Zeit dafür!

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