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Leserbriefe

Wollen wir immer bargeldlos zahlen?

16.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Veronika Schneider, Nürtingen. Zum Artikel „Wie die Krise das Zahlungsverhalten verändert“ vom 9. Januar. Dem Trend zu vermehrtem bargeldlosen Zahlen wird insbesondere Vorschub geleistet durch die Aufforderung in einem Großteil der Geschäfte, als Corona-Schutzmaßnahme möglichst bargeldlos zu bezahlen. Dieser Hinweis lässt die Kunden vermuten, dass eine erhöhte Gefahr der SARS-CoV-2-Virusübertragung durch Bargeld besteht; dies ist jedoch nicht der Fall. Das Bundesinstitut für Risikobewertung führt auf, dass bisher keine Infektionen durch Bargeld bekannt sind. Auch laut der Deutschen Bundesbank sowie der Europäischen Zentralbank besteht durch Bargeld kein erhöhtes Infektionsrisiko. Aus diesem Grund ist ein Hinweis auf möglichst bargeldlose Bezahlung ohne fundierte Basis unverantwortlich, da er bei den Kunden eine unnötige Angst schürt. Im Übrigen ist auch Bargeldzahlung – falls nötig – mit Abstand und kontaktlos möglich.

Was bedeutet das veränderte Verhalten noch? Mit jedem bargeldlosen Bezahlvorgang, sei es im Internet oder an der Kasse, gibt der Kunde ein Stück seiner persönlichen Freiheit auf, denn jeder Kauf wird gespeichert und das komplette Kaufverhalten ist nachvollziehbar.

Zahlreiche Firmen verwenden zudem diese Daten, um sie zu verknüpfen und gewinnbringend für personalisierte Werbemaßnahmen einzusetzen. Wollen wir das? Wo bleibt unsere Privatsphäre?

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

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